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Villa Sorgenfrei Radebeul: Warme Worte des Ministerpräsidenten für Geert Mackenroth

Villa Sorgenfrei Radebeul: Warme Worte des Ministerpräsidenten für Geert Mackenroth
Zwei, die sich gut verstehen: Geert Mackenroth (l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer in Radebeul. Foto: Ulf Mallek
Von: Meißen News
Zur Verabschiedung des ehemaligen sächsischen Justizministers und langjährigen CDU-Landtagsabgeordneten Geert Mackenroth trafen sich seine Freunde in Radebeul.

Irgendwie klangen die Worte warm und sehr angemessen. Man könne doch nicht einfach einen so altgedienten Kämpfer wie Geert Mackenroth in den Ruhestand entlassen und dann zur Tagesordnung übergehen. Business as usual gewissermaßen. Das Hamsterrad dreht sich weiter, nur jetzt ohne ihn? Das wollte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nicht. 

Deshalb lud er seinen ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten und Ausländerbeauftragten mit 18 weiteren Gästen "zu einem Abendessen aus Anlass der Verabschiedung und Würdigung von Herrn Geert Mackenroth" am Donnerstag in die Villa Sorgenfrei nach Radebeul ein. Die Gäste durfte sich Mackenroth selbst aussuchen. Er wählte vor allem seine Familie mit Ehefrau Sibylle und den vier Kindern (drei Töchter und ein Sohn), Geschwister sowie alte und neue Freunde. Noch aktive Politiker gab es eigentlich keine, außer dem Ministerpräsidenten und vielleicht noch dem Chef des sächsischen Rechnungshofes Jens Michel, obwohl er ja wohl eher ein Beamter ist. Dann war der Ex-Ministerpräsident Georg Milbradt dabei, unter dem Mackenroth Justizminister war. Er bezeichnete den 81-jährigen Milbradt als seinen politischen Ziehvater. Matthias Rößler, Alt-Landtagspräsident, war ebenfalls gekommen wie auch Inge Reinacher aus Riesa, dem ehemaligen Wahlkreis von Mackenroth. Auch Brauerei-Inhaber Eric Schäfter war eingeladen. Ihn bewundert Mackenroth wegen seiner Unternehmensführung, seinem Kampf gegen die Bürokratie. Und wegen des Meißner Schwerterbräus. 

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Blick auf die Tafel in der Villa Sorgenfrei.

Im Atelier Sanssouci war eine schöne Tafel aufgebaut. Es brannten Kerzen. Michael Kretschmer wählte die richtigen Worte. In der Politik werden Menschen wie Geert Mackenroth benötigt, die auf ihrem Posten stehen und nicht gleich bei jedem Windstoß umfallen. Das habe er vor allem in den elf Jahren als sächsischer Ausländerbeauftragter bewiesen. Er habe trotz Drucks von allen Seiten Kurs gehalten, lobte Kretschmer. Einmal ging eine Sache schief. Kretschmer hat 2018 Mackenroth gebeten, sich um den CDU-Fraktionsvorsitz zu bewerben. Doch es gab einen Gegenkandidaten, Christian Hartmann, der dann auch gewann. "Da habe ich das Kräfteverhältnis falsch eingeschätzt", sagte Kretschmer. Aber es war alles gut so wie es war, sagten Kretschmer und Mackenroth unisono.

Am Ende gab es Hurra aller Teilnehmer auf den Freistaat Sachsen. Von hier, sagte der gebürtige Kieler Mackenroth, möchte er lebend nicht mehr wegziehen. Und bis dahin geht er vor allem mit seiner Frau auf Reisen.

Text: Ulf Mallek

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