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Cannabis‑Produzent aus Großenhain ausgezeichnet

Cannabis‑Produzent aus Großenhain ausgezeichnet
Wirtschaftsminister Dirk Panter bei der Preisverleihung. Foto: SMWA
Von: Meißen News
Bei der Sächsischen Innovationskonferenz gewinnt Demecan den Scale‑up‑Preis. Der Großenhainer Standort steht damit im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Die Sächsische Innovationskonferenz hat am Mittwoch, 17. Juni, mehr als 1.500 Akteure der sächsischen Innovations‑ und Gründerszene in der Dresdner Messe zusammengebracht, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Sächsischen Staatspreises für Gründen – und im Mittelpunkt stand dabei auch ein Unternehmen aus dem Landkreis Meißen: Demecan, der einzige deutsche Produzent von medizinischem Cannabis, der die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Das Unternehmen aus Großenhain/Ebersbach wurde als Scale‑up des Jahres ausgezeichnet.

Wirtschaftsminister Dirk Panter würdigte die Preisträgerinnen und Preisträger als Motoren der Transformation. Innovation entstehe dort, wo Menschen Mut hätten, neue Ideen in konkrete Lösungen zu übersetzen. Der Gründerpreis zeige, wie viel technologisches Know‑how und Unternehmergeist in Sachsen stecke.

Demecan überzeugte die Jury mit seinem integrierten Produktionsansatz: Vom kontrollierten Anbau über die pharmazeutische Verarbeitung bis zur Auslieferung an Apotheken findet alles am Standort Ebersbach statt. Unter streng regulierten Bedingungen produziert das Unternehmen Cannabis in pharmazeutischer Qualität und stärkt damit die Versorgungssicherheit für Patientinnen und Patienten in Deutschland. Die Jury hob hervor, dass Demecan zugleich ein wichtiger Akteur der sächsischen Gesundheits‑ und Biotechnologiebranche geworden sei.

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Der Wettbewerb wurde erneut von futureSAX im Auftrag des Wirtschaftsministeriums organisiert. In der neuen Kategorie „Scale‑ups“ erhielten erstmals wachsende junge Unternehmen eine eigene Bühne. Aus 116 Bewerbungen wurden neun Teams in die zweite Runde eingeladen, wo sie ihre Konzepte vor einer Jury präsentierten. Neben dem Zugang zum futureSAX‑Netzwerk winkten Preisgelder von bis zu 30.000 Euro.

Auch die weiteren Preisträger spiegeln die Bandbreite der sächsischen Innovationslandschaft wider. In der Kategorie Start‑up des Jahres gewann die Meliodays Medical GmbH, die eine hormonfreie Therapie gegen Menstruationsschmerzen entwickelt. Newcomer des Jahres wurde die Oxaphil GmbH, die funktionale Polymere für Pharma‑ und Kosmetikanwendungen produziert.

futureSAX‑Geschäftsführerin Susanne Stump betonte, die ausgezeichneten Teams zeigten eindrucksvoll, dass Sachsen in zentralen Zukunftsfeldern wie Life Sciences, Medizintechnik und DeepTech vorne mitspiele. Der Gründerpreis sei nicht nur eine Auszeichnung, sondern ein Startpunkt für weitere Entwicklungsschritte im sächsischen Innovationsökosystem.

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