Von Bürgerjournalistin Ostara Jasmin Hennig
Es ist wirklich hübsch geworden.“ Das sagt eine Anwohnerin, kaum dass Oberbürgermeister Markus Renner den sanierten Wilhelm-Walkhoff-Platz an diesem Mittwochvormittag im kleinen Kreis offiziell übergeben hat. Dann fügt sie hinzu, was wohl viele der Anwohner denken: „Hoffen wir mal, dass das auch so bleibt – sauber und ordentlich.“ Der Wunsch klingt bescheiden. Er ist es nicht. Er erzählt viel über einen Stadtteil im Wandel, der gerade dabei ist, sich selbst neu zu sortieren.
Wer heute am Wilhelm-Walkhoff-Platz steht und die zwei in den Boden eingelassenen Trampoline, das Klettergerüst, die neue Tischtennisplatte und die frischen Bänke betrachtet, sieht zunächst einen rundum gelungenen Stadtteilplatz. Was man nicht sieht, ist eine Geschichte, die wie ein Brennglas mitten durch die Brüche des 20. Jahrhunderts führt. Der Platz trug im Laufe der letzten 140 Jahre vier verschiedene Namen, die jeweils den tiefen politischen Wandel der Zeit widerspiegeln.