Was ohnehin schon längst bekannt war aber gern verdrängt wurde: Die eingeforderte Gegenleistung von Selenskyjs Ukraine als Austausch für die US-amerikanischen Waffenlieferungen. Was unter Joe Biden mit fadenscheinigen Begründungen angeschoben wurde, wird von Trump nun direkt eingefordert. Einmal mehr bestätigt sich, in der internationalen US-Politik geht es nicht um Demokratie und Völkerrechte, sondern ausschließlich ums Geschäft. Trump macht seinem Ruf der Dealmaker alle Ehre. Er lässt alle spüren, was er im Interesse der US-amerikanischen Wirtschaft will: Macht, Einfluss, Kontrolle und den Zugriff auf Bodenschätze und Infrastruktur. Natürlich bevorzugt in instabilen Regionen, auch mit „Nachhilfe“ .
Genau das, was sein Gegenspieler Putin auch will. Und was in Nahost auch Netanjahu, Erdogan und islamistische Warlords wollen. Der Krieg in der Ukraine ist nichts weiter als ein Beutekrieg um geopolitische Dominanz und die Kontrolle von natürlichen Ressourcen, ein Krieg zwischen den Supermächten USA und Russland. Selenskyj und seine Unterstützer spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle oder werden vielmehr als Vorwand gebraucht. Irgendjemanden muss man die Schuld ja zuschieben können. Das gilt gleichermaßen für Putin als auch für die USA und die NATO.