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Meißner freuen sich über Kubicki-Sieg: Geht die FDP nach rechts?

Meißner freuen sich über Kubicki-Sieg: Geht die FDP nach rechts?
Ein Selfie mit dem neuen Chef: v.l.n.r Martin Bahrmann, Wolfgang Kubicki und Anita Maaß. Foto: Martin Bahrmann
Von: Meißen News
Beim Bundesparteitag der FDP in Berlin hat sich der 74-jährige Wolfgang Kubicki in einer Kampfabstimmung gegen eine Kontrahentin als neuer Bundesvorsitzender durchgesetzt.

Knapper Sieg. Freude bei Anita Maaß, Bürgermeisterin aus Lommatzsch, und dem Meißner Kreisrat Martin Bahrmann. In einer Kampfabstimmung hat Wolfgang Kubicki (74) am Samstag beim Bundesparteitag der FDP in Berlin die Wahl zum neuen Bundesvorsitzenden gewonnen. Die Meißner Delegierten gehören zu den Unterstützern Kubickis. 

Kubicki galt eigentlich als einziger Kandidat für den Parteivorsitz, kurzfristig kandidierte aber auch die Europa- und Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68). So kam es doch noch zu einer Kampfabstimmung. Für Kubicki stimmten knapp 60 Prozent der Delegierten.

Der „Debattenraum“ in Deutschland werde bei vielen Themen immer kleiner, sagt Kubicki auf dem Parteitag. Reale Probleme würden so automatisch ins rechte Lager abgeschoben. Die FDP dürfe die Kritik an der Migrationspolitik, an der Klimapolitik und an einer Einengung der Meinungsfreiheit nicht der AfD überlassen. Die FDP werde unter seiner Führung für mehr Verständnis für die Wirtschaft werben. „Marktwirtschaft ist nichts Böses“, sagte Kubicki. „Ohne eine funktionierende Marktwirtschaft brauchen wir uns Fragen nach dem sozialen Ausgleich irgendwann gar nicht mehr zu stellen.“

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Mit solch einer Profilschärfung werde man auch wieder gute Chancen auf Wahlerfolge haben. Kubicki gilt als Vertreter des liberalkonservativen Lagers. Angeblich halte er nichts von einer Brandmauer zur AfD. Seine Kontrahentin Strack-Zimmermann vertritt eher sozialliberale Positionen und gilt als starke Unterstützerin der Ukraine. Kubicki befürwortet ebenfalls Hilfen für Kiew, tritt dabei aber weniger kompromisslos auf.

Die Abstimmung zeigt, wie gespalten die FDP ist. Die Meißner Delegierten Maaß und Bahrmann jedenfalls zählen zum Kubicki-Lager. "Was für ein Tag", kommentierte Bahrmann über Social Media.

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