Die Stadtverwaltung Riesa prüft erneut mögliche Standorte für einen Innenstadt‑Spielplatz, teilte die Stadt am Freitag mit. Oberbürgermeister Marco Müller erklärte, man wolle in den kommenden Wochen alle infrage kommenden Flächen nochmals bewerten. Der Wunsch vieler Familien nach mehr Aufenthaltsqualität im Zentrum bleibe dabei der Maßstab. Allerdings zeige ein erster Überblick, dass geeignete Grundstücke in oder nahe der Innenstadt schwer zu finden seien.
Auslöser der neuen Suche ist der Verzicht auf den ursprünglich favorisierten Standort zwischen den Straßen An der Gasanstalt und Elbstraße. Die Brache unterhalb des Sparkassengebäudes erwies sich nach einer Expositionsabschätzung als nur mit erheblichem Aufwand nutzbar. Auf dem Gelände befand sich bis 1993 ein Gaswerk, dessen Hinterlassenschaften den Boden bis heute belasten.
Das beauftragte Ingenieurbüro aus Meißen stellte fest, dass für einen sicheren Spielplatz ein kompletter Bodenaustausch bis in ein Meter Tiefe nötig wäre. Zusätzlich müsste eine flächendeckende Folienschicht eingebracht werden, um aufsteigende Stoffe zu blockieren. Auch ein Drainagesystem für Niederschlagswasser wäre erforderlich. Diese Maßnahmen müssten nach jedem größeren Hochwasser oder bei steigendem Grundwasser erneut durchgeführt werden.