Der Verkehrsvertrag für das Elektronetz Oberelbe ist am Dienstag vom Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO), dem Land Brandenburg und dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) mit der DB Regio AG unterzeichnet worden. Das teilte der ZVVO mit.
Für Fahrgäste zwischen Dresden, Leipzig und der Lausitz soll das ab Dezember vor allem mehr Platz und mehr Komfort bringen. Gemeinsam mit Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, wurden am Dienstag zwei der neuen Fahrzeuge vorgestellt, die auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden konnten. Das E-Netz Oberelbe umfasst die Strecke Dresden–Leipzig sowie die Linien von der Landeshauptstadt nach Cottbus und Hoyerswerda. Zur Betriebsaufnahme verfüge das Netz über rund 3,1 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Davon entfielen etwa 1,6 Millionen auf den Verkehrsverbund Oberelbe, rund 0,9 Millionen auf den ZVNL und etwa 0,5 Millionen auf Brandenburg.
Ab Dezember 2035 komme mit der Integration der S-Bahn S 6 zwischen Dresden und Elsterwerda ein weiteres Angebot hinzu. Dann steige das Volumen auf rund 3,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Der Vertrag läuft den Angaben zufolge 14 Jahre und endet 2040. Kraushaar sagte, der Freistaat Sachsen werde beim Bund für ausreichende Regionalisierungsmittel eintreten, damit die Finanzierung trotz steigender Kosten gesichert bleibe.