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Mehr Komfort im Zug nach Leipzig

Mehr Komfort im Zug nach Leipzig
Torsten Steyer (Leiter Vertragsmanagement Sachsen, DB Regio), Regina Kraushaar (Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Sachsen), Michael Geisler (Vorsitzender ZVVO), Christa Singer (Vorsitzende der Regionalleitung, DB Regio), Volker-Gerd Westphal (Staatssekretär Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Brandenburg), Kai Emanuel (Vorsitzender ZVNL), Burkhard Ehlen (Geschäftsführer ZVVO), Jens Wolff (Geschäftsführer ZVNL). Foto: VVO
Von: Meißen News
Ab Dezember fahren in Ostsachsen mehr moderne Doppelstockzüge. Die Kapazität wächst, und ab 2035 kommt eine weitere Linie hinzu.

Der Verkehrsvertrag für das Elektronetz Oberelbe ist am Dienstag vom Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO), dem Land Brandenburg und dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) mit der DB Regio AG unterzeichnet worden. Das teilte der ZVVO mit.

Für Fahrgäste zwischen Dresden, Leipzig und der Lausitz soll das ab Dezember vor allem mehr Platz und mehr Komfort bringen. Gemeinsam mit Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, wurden am Dienstag zwei der neuen Fahrzeuge vorgestellt, die auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden konnten. Das E-Netz Oberelbe umfasst die Strecke Dresden–Leipzig sowie die Linien von der Landeshauptstadt nach Cottbus und Hoyerswerda. Zur Betriebsaufnahme verfüge das Netz über rund 3,1 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Davon entfielen etwa 1,6 Millionen auf den Verkehrsverbund Oberelbe, rund 0,9 Millionen auf den ZVNL und etwa 0,5 Millionen auf Brandenburg.

Ab Dezember 2035 komme mit der Integration der S-Bahn S 6 zwischen Dresden und Elsterwerda ein weiteres Angebot hinzu. Dann steige das Volumen auf rund 3,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Der Vertrag läuft den Angaben zufolge 14 Jahre und endet 2040. Kraushaar sagte, der Freistaat Sachsen werde beim Bund für ausreichende Regionalisierungsmittel eintreten, damit die Finanzierung trotz steigender Kosten gesichert bleibe.

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ZVVO-Vorsitzender Michael Geisler erklärte, auch ein wirtschaftlicheres Angebot sichere die Leistungen nur dann, wenn der Bund die Mittel weiter aufstocke und Sachsen sie vollständig an die Verbünde weiterreiche. Andernfalls drohe wegen steigender Trassenpreise ein Rückschritt bei der Verkehrswende. ZVNL-Vorsitzender Kai Emanuel sagte, Fahrgäste des Saxonia-Express RE50 zwischen Leipzig und Dresden profitierten künftig von höheren Kapazitäten. Die fünfteiligen Doppelstock-Fahrzeuge böten mehr Sitzplätze, mehr Stauraum für Gepäck und ein größeres Fahrradabteil. Für Südbrandenburg bringe der Vertrag vor allem Stabilität, teilte Brandenburgs Staatssekretär Volker-Gerd Westphal mit. Der Fahrplan könne dicht bleiben, und Elsterwerda erhalte mit der S 6 eine stündliche Verbindung nach Dresden statt der bisherigen halbstündlich geringeren Taktung.

DB-Regio-Vertreterin Christa Singer kündigte außerdem Klimaanlage, Barrierefreiheit, kostenfreies WLAN und Steckdosen in den modernisierten Fahrzeugen an. Auf der S 6 sollen bis 2035 zusätzlich Mireo-Triebwagen aus dem Netz Lausitz eingesetzt werden.

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