Ein Bericht von Ulf Mallek
Die Affäre um Freibergs Oberbürgermeister Philipp Preißler erhält eine neue Dimension. Ein ausführlicher Bericht der Freien Presse beleuchtet die persönliche und politische Entwicklung des 40‑Jährigen – und zeigt, wie eng Triumph und Tragödie in seinem Leben beieinanderliegen.
Preißler war erst 23 Jahre alt, als er erstmals Bürgermeister werden wollte. Seither prägte ihn der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und politische Gestaltungskraft zu beweisen. Sein Weg führte ihn aus dem kleinen Heimatdorf in die Kommunalpolitik, später in die Landesverwaltung – und schließlich nach Freiberg, wo er nach einem juristisch umkämpften Wahlverfahren Ende Juni 2026 sein Amt als Oberbürgermeister antrat.
Preißler wird als jemanden beschieben, der sich für seine neue Aufgabe „freigeschwommen“ habe: Er ließ sein Dorf hinter sich, konzentrierte sich ganz auf die Rolle in Freiberg und wollte die Stadt modernisieren und politisch neu ausrichten. Doch nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt kam es zum Polizeieinsatz in einem Leipziger Hotel, der die gesamte Stadt in eine Krise stürzte.