Er macht nicht mit. Martin Bahrmann von der FDP hat sich kritisch zum neuen Meißner Anti-AfD-Bündnis zur Oberbürgermeisterwahl und zur aktuellen Verwaltungsarbeit der Stadt Meißen geäußert. In einem Statement betonte Bahrmann die Notwendigkeit, sich nicht von diffusen Ängsten bei der OB-Wahl leiten zu lassen. Es gehe darum, wer die Stadt erfolgreich führen kann, ohne die Bürger zu entmündigen. Er hält seine Kandidatur für die OB-Wahl am 7. September aufrecht. Weitere Kandidaten sind Markus Renner und Rene Jurisch für die AfD.
Eine weitere Verbesserung verspricht sich Bahrmann durch die Digitalisierung der Verwaltung, die Bürgern mit wenigen Klicks den Bearbeitungsstand ihres Anliegens anzeigen soll. Laut Bahrmann fehlt es der Verwaltung an dieser Stelle an Kreativität und Effizienz.
Bahrmann ist seit über 16 Jahren ehrenamtlich im Stadtrat aktiv und nach eigenen Angaben oft 15 bis 20 Stunden wöchentlich im Einsatz. Als Oberbürgermeister wolle er noch mehr für die Lebensqualität der Bürger seiner Heimatstadt Meißen erreichen. Er sieht in der aktuellen Verwaltungssituation erhebliches Verbesserungspotential und fordert einen Wandel im Führungsstil.
Einigermaßen verlässliche Prognosen zur OB-Wahl in Meißen gibt es nicht. Martin Bahrmann hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er zehn Prozent der Stimmen erreichen kann. Markus Renner könnte durch die jetzt sehr breite Unterstützung leicht favorisiert sein. Doch es ist nicht ganz klar, ob tatsächlich alle Wähler so stimmen, wie es der Stadtrat vorschlägt. René Jurisch ist in Meißen populär und hat ebenfalls gute Siegchancen. Zumindest sieht es bei drei Kandidaten nach einem zweiten Wahlgang am 28. September aus.