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Mehr Stahl aus Riesa: Feralpi plant großen Kapazitätsausbau

Mehr Stahl aus Riesa: Feralpi plant großen Kapazitätsausbau
Das neue Spooler-Walzwerk von Feralpi Stahl in Riesa läuft seit Mai 2025 – die Produktionskapazität am Standort soll perspektivisch auf 1,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr steigen. Foto: Feralpi Group
Von: Meißen News
Ein Jahr nach der Eröffnung des neuen Spooler-Walzwerks in Riesa plant Feralpi Stahl eine deutliche Kapazitätserweiterung. Die Produktion soll von einer Million auf bis zu 1,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr steigen.

Der Stahlhersteller Feralpi Stahl treibt den Ausbau seiner Produktionskapazitäten am Standort Riesa voran. Das teilte das Unternehmen mit. Perspektivisch soll die Jahresproduktion von derzeit rund einer Million Tonnen auf bis zu 1,3 Millionen Tonnen Stahl steigen. Grundlage dafür ist das neue Spooler-Walzwerk, das am 15. Mai 2025 offiziell eingeweiht wurde und sich seitdem planmäßig im Hochlauf befindet.

„Der Hochlauf verläuft planmäßig, die Qualität stimmt, und wir sehen, dass sich das neue Produkt im Markt etabliert", erklärte General Manager Uwe Reinecke. Die Anlage wird inzwischen im Zweischichtbetrieb gefahren, nachdem sie zunächst im Einschichtbetrieb gestartet war. Parallel laufen Performance-Tests in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Danieli. Ziel ist es, im Sommer das Final Acceptance Certificate der Anlage zu erreichen.

Das bestehende Walzwerk in Riesa produziert aktuell rund 850.000 Tonnen Baustahl pro Jahr. Im neuen Spooler-Walzwerk sollen perspektivisch 400.000 bis 450.000 Tonnen Spooler-Produkte jährlich entstehen – für automatisierte Anwendungen in der Maschinenindustrie. Mit dem geplanten Übergang in den Dreischichtbetrieb ab 2027 soll die Grundlage für die volle Kapazitätsausschöpfung geschaffen werden. Voraussetzung dafür ist neben dem Hochlauf der Anlage auch die weitere Nachfrageentwicklung im Markt.

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Das Spooler-Walzwerk ist Teil eines umfassenden Investitionsprogramms der Feralpi Group in Höhe von insgesamt über 220 Millionen Euro am Standort Riesa. Neben dem Ausbau der Walzkapazitäten umfasst das Programm auch Maßnahmen in der Schrottaufbereitung sowie in der Energie- und Infrastruktur. Technologisch setzt das neue Walzwerk auf emissionsfreie Prozesse im Scope 1 und ermöglicht durch induktive Verfahren eine besonders energieeffiziente Produktion.

Die Feralpi Group mit Sitz im italienischen Lonato del Garda zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Stahlherstellern Europas. Der Konzern beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter in sieben Ländern und erzielte 2024 einen Umsatz von knapp 1,7 Milliarden Euro.

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