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Landesweite Waldjugendspiele starten in Röderaue

Landesweite Waldjugendspiele starten in Röderaue
Symbolbild Wald / pixabay hashan
Von: Meißen News
Sachsenforst lädt tausende Grundschulkinder in den Wald ein. Spielerisch lernen sie, warum der Wald Schutz braucht.

Mit den Waldjugendspielen 2026 bringt Sachsenforst auch in diesem Jahr wieder tausende Kinder in direkten Kontakt mit dem Lebensraum Wald. Wie Sachsenforst mitteilte, finden die Veranstaltungen bereits zum 27. Mal im Freistaat statt. An insgesamt 66 Terminen in ganz Sachsen können rund 5.400 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Die Angebote richten sich überwiegend an Kinder der 3. und 4. Klassen und sollen Wissen über den Wald praxisnah und spielerisch vermitteln.

Der Auftakt der diesjährigen Waldjugendspiele erfolgte am Mittwoch im Forstbezirk Dresden in der Gemeinde Röderaue. Der Abschluss ist für Donnerstag, 25. Juni, im Forstbezirk Leipzig in Oschatz geplant. Damit spannt sich der Aktionszeitraum über nahezu zwei Monate und umfasst alle Regionen Sachsens.

Entlang eines Parcours mit mehreren Stationen geben Försterinnen und Förster sowie Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Themen sind unter anderem die Bedeutung des Waldes für Mensch und Umwelt sowie die Notwendigkeit seines Schutzes. Der Wald wird dabei zum „grünen Klassenzimmer“, in dem Lernen abseits des Schulalltags stattfindet.

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Sachsens Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch sieht in den Waldjugendspielen einen wichtigen Baustein der Umweltbildung. Die seit 1999 anhaltend hohe Nachfrage zeige, dass das Zusammenspiel aus Lernen und Erleben bei den Schulen gut ankomme. Kinder könnten an der frischen Luft den Wert des Waldes und seine vielfältigen Leistungen direkt vor Ort kennenlernen – eine Erfahrung, die langfristig für den Schutz der Wälder sensibilisiere.

Ein besonderes Angebot gibt es 2026 erstmals gezielt für ältere Schülerinnen und Schüler. Drei Termine im Forstbezirk Bärenfels richten sich speziell an 6. Klassen. Dort schlüpfen die Jugendlichen für einen Tag in die Rolle von Försterinnen und Förstern. Sie lernen, wie der Wald nachhaltig bewirtschaftet wird und wie Nutz‑, Schutz- und Erholungsfunktionen miteinander in Einklang gebracht werden können. Auch wirtschaftliche Aspekte wie Holzernte und Holzverkauf sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen wie Boden und Wasser werden thematisiert. Fachübergreifende Inhalte, etwa aus der Mathematik, sind in die Aufgaben integriert.

Als Erinnerung an den besonderen Schultag erhalten alle teilnehmenden Kinder ein Klemmbrett. Auf dessen Rückseite befindet sich das Spiel „Eicheln versenken“, das mit einem Bleistift mehrfach gespielt werden kann und den Waldbesuch nachhaltig in Erinnerung halten soll.

Die Waldjugendspiele sind Teil der Bildung für nachhaltige Entwicklung und verfolgen das Ziel, ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte gleichrangig zu vermitteln. An den Stationen werden Teamarbeit, selbstständiges Handeln und Verantwortungsbewusstsein gefördert – bewusst ohne Wettbewerbsdruck. Das Motto lautet dabei: „Nur was ich kenne, kann ich auch schützen.“

Getragen werden die Waldjugendspiele seit mehr als zwei Jahrzehnten gemeinschaftlich von den Staatsministerien für Umwelt und Landwirtschaft sowie für Kultus, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Sachsenforst. Seit 2013 beteiligen sich alle zwölf Forstbezirke sowie die von Sachsenforst betreuten Großschutzgebiete. Die Forstleute hoffen auch 2026 auf viele neugierige Kinder und engagierte Lehrkräfte, die den Wald als Lern- und Erlebnisraum entdecken.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sachsenforst.de und www.waldpaedagogik.sachsen.de

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