Nur vier Tage nach dem verheerenden Unwetter, das am Freitag, 31. Juli, den Wehlgrund und die Felsenbühne Rathen schwer getroffen hat, können die Landesbühnen Sachsen erste Ausweichspielstätten und Ersatztermine bekanntgeben. Das teilte das Theater am Dienstag mit. Dank großer kollegialer Unterstützung und zahlreicher Hilfsangebote aus der Kulturszene sei es gelungen, zentrale Produktionen kurzfristig nach Dresden zu verlegen.
Aktuell finden die Vorstellungen des Singspiels „Im Weißen Rössl“ sowie des Märchenstücks „Rotkäppchen“ auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch in der Stechgrundstraße statt. Die Freiluftbühne im Dresdner Osten bietet ausreichend Platz und die notwendige Infrastruktur, um die Aufführungen trotz der Schäden in Rathen fortzuführen. Die Felsenbühne selbst bleibt aufgrund der massiven Verwüstungen – entwurzelte Bäume, beschädigte Wege, blockierte Zugänge – bis auf Weiteres geschlossen.
Ein besonderes Highlight steht am Sonntag, 9. August, bevor: Das Unterhaltungskonzert „De säk’sche Lorelei“ mit Tom Pauls und der Elbland Philharmonie Sachsen wird in der Jungen Garde Dresden präsentiert. Pauls interpretiert dabei auf seine unverwechselbare Weise die humorvollen, respektlosen und tief sächsischen Texte von Lene Voigt, die Klassiker wie Wilhelm Tell, Romeo und Julia oder Faust in den Dialekt überführte. Die Philharmonie begleitet das Programm mit Werken der musikalischen Weltliteratur – von Gounod und Rossini bis Wagner und Prokofjew.