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Landesbühnen Sachsen starten mit vielen Premieren in die neue Spielzeit

Landesbühnen Sachsen starten mit vielen Premieren in die neue Spielzeit
v. l.: Franziska Till (Figurentheater/junges.studio), Natalie Wagner (Chefchoreografin), Steffen Pietsch (Leiter junges.studio), Esther Undisz (Schauspieldirektorin), Konrad Till (künstlerische Leitung Figurentheater), Rainer Holzapfel (Operndirektor), Manuel Schöbel (Intendant und Geschäftsführer), Artemis Willms (kaufmännische Geschäftsführerin). Foto: Rene Jungnickel
Von: Meißen News
Unter dem Motto „Eine für alle – alle für eine“ stehen 23 Premieren in Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Figurentheater auf dem Plan – im Stammhaus Radebeul ebenso wie an mehr als 30 Gastspielorten in Sachsen.

Nach einer ereignisreichen Sommersaison gehen die Landesbühnen Sachsen mit einem dichten, landesweit angelegten Programm in die neue Spielzeit. Unter dem Motto „Eine für alle – alle für eine“ stehen 23 Premieren in Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Figurentheater auf dem Plan – im Stammhaus Radebeul ebenso wie an mehr als 30 Gastspielorten in Sachsen und darüber hinaus.

Intendant Manuel Schöbel beschreibt das Haus als Reisetheater, das Kultur dorthin bringt, wo das Publikum ist. Mehr als 240 Mitarbeitende tragen dazu bei, dass Tradition und Moderne, klassisches Drama und zeitgenössischer Tanz, Marionette und Musical aufeinandertreffen.

Den Auftakt machen am 26. September zwei Uraufführungen: Auf der Hauptbühne präsentiert Chefchoreografin Natalie Wagner den Tanzabend „4 Jahreszeiten“ mit Musik von Nikolaus Woernle nach Motiven von Antonio Vivaldi. Parallel richtet sich die Kinderoper „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ nach Andreas Steinhöfel an ein junges Publikum ab acht Jahren. Die Musik stammt von Eva Kuhn, Gewinnerin des Kompositionswettbewerbs der Landesbühnen; das Libretto schrieb Christian Schönfelder.

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Im weiteren Verlauf der Saison mischen sich Kanon und Gegenwart. Auf dem Spielplan stehen Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“, Bertolt Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“ und Puccinis „Tosca“ in der Inszenierung des neuen Operndirektors Rainer Holzapfel. Dazu kommen Offenbachs „Die schöne Helena“, Jonathan Doves „Flight“ sowie der Doppelabend „Mare Nostrum / Tenochtitlan“ mit Werken von Mauricio Kagel und Ludger Vollmer in Hellerau. „Tenochtitlan“ wird uraufgeführt; die musikalische Leitung übernimmt Yudania Gómez Heredia.

Auch das Musical „Der kleine Horrorladen“ von Howard Ashman und Alan Menken kommt ins Programm: Nach den Sommervorstellungen auf der Felsenbühne Rathen folgt am 23. Oktober die Premiere im Theater Meißen, später Radebeul. Der Opernchor unter Daniele Pilato präsentiert im Mai 2027 das Wandelkonzert „Gartenlieder“ mit Chormusik von Fanny Hensel auf Schloss Wackerbarth.

Neu im Leitungsteam ist Schauspieldirektorin Esther Undisz. Sie bringt die Slapstick-Komödie „Mord auf Schloss Haversham“ („The Play That Goes Wrong“) sowie Lot Vekemans „Gift. Eine Ehegeschichte“ auf die Bühne. Eigens für Hoyerswerda entsteht „Kinder von Hoy“ nach Grit Lemke in einer Fassung von Chefdramaturg Johannes Frohnsdorf. Die Stückentwicklung „#Friedenfinden – Eine Ermutigung“ von Christine Bossert verbindet Schauspiel, Jugendliche und Expertinnen; musikalisch begleitet DJ RitaRiot.

Im Tanztheater folgt auf „4 Jahreszeiten“ der zweiteilige Abend „Im Namen der Freiheit!“ von Gábor Halász und Theo Yu Qang. Natalie Wagner bringt zudem „Sacre“ zu Musik von Igor Strawinsky und Marco Mlynek heraus. Zur Weihnachtszeit stehen „Froschkönig oder Wie man den Frosch wachküsst“ und das Figurentheater „Fette Beute“ auf dem Programm. Für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 12 Jahren wird das Figurentheater „Herr Unverwechselbar“ nach Olga Tokarczuk und Joanna Concejo uraufgeführt; die Produktion fördert die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Damit bleibt das Haus seiner Rolle als Landesbühne treu: ein Mehrspartenensemble, das zwischen Radebeul, Rathen, Meißen, Hoyerswerda, Bad Elster und weiteren Orten pendelt – und Theater dort spielt, wo Menschen leben.

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