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Endlich neuer Schulhort für die Radebeuler Oberlößnitz: Bauarbeiten haben begonnen

computergenerierte Abbildung eines modernen Flachbaus mit 2 Etagen, davor ein Spielplatz und spielende Kinder
Ansicht des neuen Hortgebäudes nach Fertigstellung, voraussichtlich Ende 2027. Quelle: KRP Architektur GmbH Berlin, Visualisierung
Von: Bürgerjournalismus in Sachsen
Schul- und Hortbauten zählen seit Jahren zu den meistdiskutierten Themen in Radebeul. Umso erfreulicher die Nachricht über den Baubeginn in der Oberlößnitz. Nach Jahren der Planung ist der Startschuss gefallen: Am Augustusweg in der Oberlößnitz haben die Arbeiten für einen modernen Hortneubau begonnen. Der neue Standort soll künftig 250 Kinder aufnehmen und die bisherige Unterbringung an zwei Standorten ablösen.

Ein Bericht von Matthias Lienert

Bereits 2017 hatte das Berliner Architekturbüro KRP Architektur GmbH den Wettbewerb für das Vorhaben gewonnen. Wer derzeit am Augustusweg vorbeikommt, kann die Fortschritte auf der Baustelle bereits deutlich erkennen. Auch die Projektinformationstafel wurde inzwischen aufgestellt. Nachdem nach langem Leerstand die ehemalige Polytechnische Oberschule aus den 1970er-Jahren abgerissen wurde, ist inzwischen die Baugrube für den Neubau ausgehoben. Die Dimensionen des künftigen Gebäudes lassen sich bereits erahnen.

Der bestehende Hort entspricht seit Langem nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen Ganztagsbetreuung. Eine Sanierung mit Umbau ist wirtschaftlich nicht vertretbar. Zudem ist die derzeitige Verteilung der Hortunterbringung auf zwei Standorte nur ein Provisorium, das eine optimale pädagogische Arbeit sehr erschwert.

Wie die Pressesprecherin der Stadt Radebeul, Ute Leder, mitteilt, befindet sich der Neubau derzeit im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen. Aktuell wird mit Gesamtkosten von rund 8,7 Millionen Euro brutto gerechnet. Beim Fördermittelantrag im Jahr 2022 war noch von 7,6 Millionen Euro ausgegangen worden. Die Kostensteigerung von rund 14 Prozent führt die Stadtverwaltung nahezu vollständig auf Inflation und gestiegene Baupreise zurück. Für das Projekt wurden Bundesfördermittel in Höhe von 4,28 Millionen Euro bewilligt.

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Die weiteren Planungen sehen vor, dass nach dem Bezug des Neubaus das bisherige Hortgebäude abgerissen wird. An dessen Stelle soll eine neue Turnhalle entstehen. Die bestehende Sporthalle wird später zurückgebaut, um den Außensportbereich zu erweitern. Der Standort der ehemaligen Mittelschule bleibt nach Angaben der Pressesprecherin als Vorbehaltsfläche für schulische Nutzungen erhalten. Eine Ausweisung als Bauland ist nicht vorgesehen.

In die Planungen sind die pädagogischen Fachkräfte von Anfang an einbezogen. Viele ihrer Anregungen wurden berücksichtigt und sind Bestandteil des Projekts. Fest eingeplant sind unter anderem ein großes Atelier, eine Werkstatt, ein Rollenspielzimmer, ein Bauzimmer sowie ein Bewegungsraum.

Besonders die heutigen Erst- und Zweitklässler hoffen darauf, gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern den Neubau einweihen zu können.

Hortleiterin Katja Groh freut sich gemeinsam mit ihrem engagierten Team auf deutlich bessere Rahmenbedingungen für die Lebenswelt der Kinder. Bis dahin werden die Mädchen und Jungen weiterhin an den bisherigen beiden Standorten mit großem Engagement und fachlicher Kompetenz betreut.

Geplant ist, dass der Bau Ende 2027 vollendet sein wird. Ab Frühjahr 2028 können dann die Schülerinnen und Schüler sowie das Hortteam das neue Gebäude in Besitz nehmen.

Für die Stadt Radebeul ist das ein wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung eines zeitgemäßen Bildungs- und Betreuungsangebots. Damit könnte in der Oberlößnitz langfristig ein moderner Grundschulcampus entstehen.



Dieser Artikel ist im Rahmen des Projekts "Bürger machen Journalismus" entstanden.
Mehr Informationen zum Projekt - und wie auch Sie teilnehmen können - finden Sie unter: www.buergerjournalismus-sachsen.de

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