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B 101-Brücke bei Großenhain erst 2027 frei

B 101-Brücke bei Großenhain erst 2027 frei
Die Brücke an der B101 wird erst im nächsten Jahr fertig. Foto: LASuV
Von: Meißen News
Die neue Brücke an der B 101 braucht länger als geplant. Nun steht fest, was den Bau noch bremst.

Die Verkehrsfreigabe für die neue Brücke an der B 101 bei Großenhain verschiebt sich auf das Frühjahr 2027. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr teilte mit, dass bis Jahresende nicht alle Arbeiten abgeschlossen werden könnten, die für die Freigabe nötig seien.

Betroffen seien vor allem Betonarbeiten, Abdichtung und Asphalt. Diese könnten nur bei passenden Temperaturen und trockener Witterung ausgeführt werden. Deshalb müsse die Baustelle im Winter ruhen, bis wieder bauoffenes Wetter vorliege. Im Juni seien die großen Stahlverbundträger für den Neubau eingehoben worden. In den kommenden Wochen folgten nun die Arbeiten am Brückenüberbau. Dazu zählten die Rahmenecken, die die Brücke mit den Widerlagern fest verbinden. Danach werde auf den Trägern eine durchgehende Betonschicht eingebracht. Anschließend folgten Abdichtung, Brückenausstattung mit Geländern, Berührungsschutz und Leitplanken sowie der Asphalt für die Fahrbahn. Auch die angrenzenden Stützmauern würden fertiggestellt, damit Böschung und Seitenbereiche dauerhaft gesichert seien.

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Parallel werde der Straßendamm für den neuen Radweg verbreitert. Ingenieurbüros prüften zudem, ob einzelne Arbeitsschritte verkürzt oder zusammengelegt werden könnten, um die Verzögerung zu verringern. „Beim Neubau dieser Brücke zeigt sich, dass selbst bei einer noch so guten Steuerung und Planung eines Infrastrukturprojekts vor Ort Bedingungen auftreten können, die ein Nachjustieren erforderlich machen“, zitierte das Landesamt seine Präsidentin Gabriele Ladewig. Wenn Bauabläufe zeitlich anders verliefen als vorgesehen, verschöben sich nachfolgende Arbeiten und wirkten sich auf weitere Prozesse aus. Bauleitung und beteiligte Akteure stimmten sich fortlaufend ab.

Die Baumaßnahme umfasst den vollständigen Neubau der Brücke der B 101 über die Gleise der Deutschen Bahn auf der Strecke Dresden–Berlin. Die Vorgängerbrücke sei 1979 mit Hennigsdorfer Spannstahl errichtet worden. Wegen ihres Zustands sei sie im Dezember 2024 kurzfristig gesperrt und abgerissen worden. Untersuchungen hätten fortschreitende, erhebliche Schäden am Überbau und eine fehlende Standsicherheit bestätigt. Seit 2025 entstehe an gleicher Stelle die neue Brücke. Die Baukosten lägen bei rund 6,8 Millionen Euro und würden aus dem Haushalt der Bundesrepublik Deutschland finanziert.

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