Neun Straßentunnel gibt es in Dresden. Mit dem Bau hatte die Stadt allerdings erst nach der politischen Wende begonnen. Im Juni 1991 war mit dem symbolischen Tunnelanschlag der Auftakt für die Röhre im Plauenschen Grund. Sie konnte bereits im Februar 1992 feierlich übergeben werden. Es dauerte acht Jahre, bis mit dem Tunnel am Wiener Platz das nächste unterirdische Bauwerk fertiggestellt war. Dann ging es allerdings Schlag auf Schlag. Es folgten der Löbtauer Bramschtunnel und die Röhren auf der Autobahn A 17. Sehr aufwändig war letztlich der Bau der drei Tunnel am Waldschlößchen. Mit ihrer modernen Ausstattung setzten sie europaweit Maßstäbe.
Allerdings sind die Röhren in die Jahre gekommen. Jetzt soll der Tunnel am Wiener Platz auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Straßenbauamtschefin Simone Prüfer hatte es bereits mehrfach angekündigt, welch hohe Priorität der Tunnel am Wiener Platz hat: „Die Anlagen entsprechen nicht mehr den geltenden Vorschriften. Deshalb müssen wir jetzt handeln.“ Im Jahr 2000 waren die 600 Meter lange Doppelröhre und der 250 Meter lange Nebentunnel übergeben worden. Die Komponenten der technischen Anlagen haben ihre Lebensdauer erreicht und überschritten, sodass auch keine Ersatzteile mehr verfügbar sind. Die derzeitige Tunneltechnik entspricht den Minimalanforderungen aus dem Jahr 2002. Eine Anpassung an aktuell geltende Sicherheitsvorgaben sei deshalb dringend nötig. Ab diesem Jahr soll gehandelt werden.
