Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet endet nach fast 30 Jahren die Präsenz der Hamburger Schuhkette Görtz in Leipzig. Die beiden Pop-up-Stores in der Petersstraße haben geschlossen, was laut Aushängen an den Geschäften eine endgültige Schließung bedeutet. Drinnen wurde der verbliebene Warenbestand in Kartons verpackt, was das Ende einer Ära markiert.
Das traditionsreiche Unternehmen, das 1875 gegründet wurde, betrieb einst Leipzigs größtes Schuhgeschäft im historischen Messehaus „Drei Könige“ auf vier Etagen, bevor finanzielle Probleme aufgrund des zunehmenden Online-Handels auftraten. Der Mietvertrag für das Messehaus wurde zum 1. September 2024 vorzeitig aufgelöst, und die Pop-up-Stores in den benachbarten Petersbogen bildeten den vorläufigen Abschied.
Der neue Investor, Bolko Kissling, meldete im Januar 2025 Insolvenz für die Görtz-Retail GmbH an. Der Standort im Petersbogen wurde jedoch von der Sneak Avenue GmbH betrieben, die ebenfalls mit Kissling in Verbindung steht. Diese eröffnete neue Standorte, bleibt jedoch bezüglich der Zukunft in Leipzig vage. Maximilian von Forstner, ein Firmenvertreter, äußerte kürzlich Hoffnung auf einen neuen Standort und plant, das bestehende Personal weiterhin einzusetzen.