Die kleine Gemeinde Gohrisch in der Sächsischen Schweiz hat ihren Ruf als gute Adresse der großen Musikwelt verteidigt: Zur 15. Ausgabe der Internationalen Schostakowitsch Tage strömten jetzt mehr als 3500 Zuschauer aus nah und fern in das idyllisch gelegene Örtchen, um das Schaffen des Komponisten Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) zu ehren und Bezüge zu seinen Vorbildern und Nachfolgern kennenzulernen. Tobias Niederschlag, Künstlerischer Leiter des Festivals, zeigte sich mit der Resonanz überaus zufrieden und sprach am Sonntag von einem Rekordergebnis.
Nach dem «Vorspiel» der Staatskapelle Dresden am Mittwoch mit Vitali Alekseenok am Pult und einer Aufführung von Schostakowitschs «Leningrader Sinfonie» im Dresdner Kulturpalast bot das Festival ab Donnerstag in Gohrisch sieben Konzerte und eine Filmaufführung. Dafür waren mehrere Stars der Musikszene angereist, darunter der Geiger Gidon Kremer, die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker, der Pianist Martin Helmchen und der Sänger Matthias Goerne. Das Publikum ließ sich auch von hochsommerlichen Temperaturen nicht abschrecken und strömte in Scharen in die Konzertscheune von Gohrisch.