Angesichts von Mitarbeitermangel und knapper Haushalte sorgt sich Sachsens Bibliotheksverband um die Situation der Einrichtungen. Deren personelle und finanzielle Ressourcen gerieten an die Schmerzgrenze. Die «herausragende gesellschaftliche Bedeutung» der Häuser müsse sich «in einer entsprechend angemessenen und fairen Finanzierung» widerspiegeln», forderte die Verbandsvorsitzende Aline Fiedler laut Mitteilung zum bundesweiten Tag der Bibliotheken. Sie seien die besucherstärksten Kultur- und Bildungseinrichtungen im Freistaat.
Kommunen sparen auch bei Kultur
Laut Fiedler sind aber auch sie von Sparmaßnahmen betroffen, mit negativen Folgen für die Pflege des Medienbestandes, Veranstaltungsprogramme, Personal und Digitalisierung. «Wir sehen, dass Stellen einfach später besetzt oder die Bezahlung reduziert wird, womit Fachpersonal weder zu halten noch zu gewinnen ist», sagte sie. «Und ich befürchte, dass die Situation sich noch zuspitzt aufgrund der Entwicklung.»
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