Der Klosterpark Altzella kann als erste der insgesamt 19 Einrichtungen in Sachsens Schlösserverbund mit Photovoltaik ihren Strom selbst und nachhaltig erzeugen. Mit der zusätzlichen Umstellung der Wärmeversorgung ist das Areal nach Angaben des Schlösserverbunds ab der nächsten Heizperiode unabhängiger von fossiler Energie. Im Einklang mit dem Denkmalschutz wurden dazu insgesamt rund 1,9 Millionen Euro investiert, auch um Energie einzusparen.
Die Solaranlage auf dem Dach der Galerie hat 156 Module mit einer Gesamtleistung von 69,4 Kilowatt-Peak (kWp), die bereits das Klosterpark-Netz speist. Eine elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Gasbrennwertkessel ersetzt demnach die bisherige Heizung mit Öl und Flüssiggas. Mit der Umstellung werden den Angaben nach rund 25 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart und der Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz um etwa 40 Prozent gesenkt.
«Das ist ein wichtiger Meilenstein», sagte der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH (SBG), Christian Striefler. Angesichts der enorm gestiegenen Energiekosten brauche es ein Umdenken und alternative Energiequellen, um wirtschaftlich zu bleiben. Altzella ist demnach Vorreiter bei der Umrüstung, weitere Standorte folgen. Die nächste Photovoltaikanlage ist bereits im Bau - für den Großen Garten Dresden.