KLEZ.E - 07.03.2017, Dresden, Ostpol -
Das war mein Konzert! Das gehörte nur mir. Niemand konnte es mir nehmen. Niemand! Mein ganz persönliches Abschiedskonzert. Und ich habe es ganz tief in mir drin abgespeichert, weggeräumt und abgeschlossen. Und dort wird es immer bleiben. Für kein Ablass der Welt gebe ich es jemandem heraus. Vielleicht werde ich manchmal, aber nur für mich, die Erinnerungen daran wieder hochschaufeln und auf Lunge nehmen, mich von den vergangenen Gefühlen auspeitschen lassen, um zum Schluss mit einem lachenden und einem weinenden Auge dazusitzen.
Klez.e waren in der Stadt. In meiner Stadt. Mastermind Tobias Siebert und seine Musiker Daniel Moheit (Keys, Bass) und Filip Pampuch (Drums) baten im Ostpol zum Abriss. Nein, natürlich wurde nichts abgerissen, aber die Songs der neuen Platte Desintegration haben schon etwas düsteres, bedrohliches oder endzeitreskes.
Ich hatte zu diesem Album schon einmal meine Gedanken in einem Auf Vinyl beschrieben. Sämtliche, von anderen gewollte Vergleiche mit der Band von Mister Smith möchte ich völlig ausblenden. Diese Musik habe ich selten gehört und mir fehlt dazu der Bezug. Ich kann demzufolge auch nix vergleichendes schreiben. Will ich auch gar nicht. Das hier und jetzt mit Klez.e war das alles entscheidende für mich. Und sie starteten mit Drohnen. Gefolgt von Schwarz. Und dann hatte er den Saal. ANTIDEPRESSIVA.