Nach dem verheerenden Wasserschaden vor mehr als einem Jahr bereitet das Gerhart-Hauptmann-Theater die Sanierung seines Stammhauses in Görlitz vor. Bevor jedoch die Bauarbeiten beginnen können, muss zunächst eine Ausweichspielstätte hergerichtet werden. Eine Halle des früheren Güterbahnhofs in der Neißestadt soll dazu umgebaut werden. «Die Pläne stehen», sagte Intendant Daniel Morgenroth. «Wir warten auf den Fördermittelbescheid, der hoffentlich im Januar eintrifft.»
Der zeitliche Ablauf ist laut Morgenroth abhängig von Fördermitteln, Ausschreibungen und Verfügbarkeit von Handwerksfirmen. Der Intendant ist optimistisch, die Ausweichspielstätte ab Anfang 2026 nutzen zu können. Die Renovierungsarbeiten im Theater werden zwei bis drei Jahre dauern, so dass die Rückkehr ins große Haus mit vorsichtiger Prognose frühestens Ende 2028 möglich wäre.
Im November 2022 war die Bühne des Görlitzer Theaters binnen weniger Minuten unter Wasser gesetzt worden, nachdem ein Brandmelder aus noch ungeklärter Ursache die Sprühflutanlage ausgelöst hatte. Laut Morgenroth wird mit Hochdruck an den Anträgen zur Erneuerung der Bühnen- und Brandschutztechnik gearbeitet. Auf der inzwischen provisorisch ertüchtigten Bühne ist seit Oktober zumindest ein Spielbetrieb mit zeitlich befristeter Ausnahmegenehmigung möglich.