Die brandenburgischen Gedenkstätten zu den Verbrechen der NS-Diktatur wollen in diesem Jahr ihre Arbeit weiter entwickeln. Zudem wird neben neuen Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen das 30-jährige Bestehen der Gedenkstätten-Stiftung gefeiert. Zum Gründungsjubiläum am 5. Oktober ist ein Festakt mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam geplant, wie die Stiftung am Mittwoch in Oranienburg bekannt gab.
Nach den Lockdowns der Corona-Pandemie stiegen die Besucherzahlen nach Angaben der Stiftung im vergangenen Jahr wieder deutlich. So kamen 355.000 Besucher in die Gedenkstätte Sachsenhausen und etwa 60.000 in die Gedenkstätte Ravensbrück. Damit sei in beiden Gedenkstätten etwa wieder die Hälfte der Besucherzahl der Jahre vor der Corona-Pandemie erreicht worden.
Für den Ausbau der Gedenkstätte Sachsenhausen beginnen in diesem Jahr konkrete Planungen für ein neues Besucherzentrum und einen Reisebusparkplatz, wie Stiftungsdirektor Axel Drecoll sagte.
Für beide Projekte stehen Mittel in Höhe von 9 Millionen Euro bereit.