Die Dresdner Philharmonie stellt ihre neue Spielzeit unter das Motto «Näher dran» und will dabei auch Publikum aus der Ferne anlocken. «Das Motto der neuen Konzertsaison verbindet unser Ziel, die besten Gastgeber Dresdens zu sein, mit der Überzeugung, dass die Qualität der Dresdner Philharmonie viele Facetten hat», teilte das Orchester der sächsischen Landeshauptstadt am Mittwoch zur Vorstellung der neuen Saison mit. Der designierte Chefdirigent Sir Donald Runnicles, der sein Amt in Dresden 2025 antritt, ist mit drei Programmen im Spielplan vertreten. Mit seinem früheren Chef Marek Janowski geht das Orchester auf China-Tour. Der Geiger Augustin Hadelich ist als «Artist in Residence» zu Gast, der Franzose Olivier Latry trägt den Titel Palastorganist und sein Landsmann Pascal Dusapin ist der «Composer in Residence».
«Beides - Exzellenz und Nahbarkeit, höchster Qualitätsanspruch und Offenheit für unser Publikum, gelingen nicht im luftleeren Raum. Im Gegenteil: Die gesellschaftlichen Entwicklungen bei uns, die Krisen und Kriege anderswo machen uns gerade in diesem Wahljahr bewusst, wie fragil unser Zusammenhalt ist», erklärte Intendantin Frauke Roth. Deshalb verstehe man das Wirken des Orchesters auch als Einladung, sich auf Neues einzulassen, Bekanntes wie Unbekanntes gleichermaßen gelten zu lassen und demokratische Grundwerte ganz konkret zu leben.