Péter Magyar hat Viktor Orbán aus dem Amt gefegt. Nicht mit linken Parolen, nicht mit Großstadtaktivismus – sondern mit zwei Jahren Knochenarbeit in den kleinsten Dörfern des Landes. Wer in Sachsen politisch gestalten will, sollte genau hinschauen.
Was in der Nacht von Sonntag auf Montag in Budapest geschah, ist mehr als ein Regierungswechsel in einem mitteleuropäischen Land. Es ist eine Blaupause. Péter Magyar und seine Tisza-Partei haben Orbáns Fidesz nach 16 Jahren nicht nur besiegt – sie haben ihn mit einer voraussichtlichen Zweidrittelmehrheit regelrecht deklassiert. Bei einer Rekordbeteiligung von fast 78 Prozent. Das muss man erst einmal sacken lassen.
Doch der eigentliche Clou dieser Wahl liegt nicht im Ergebnis. Er liegt im Weg dorthin.