Justizministerin Constanze Geiert dringt auf Entlastung für Sachsens immer stärker belastete Staatsanwaltschaften. «Die Situation ist mehr als angespannt», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur unter Verweis auf erhebliche Zuwächse bei Ermittlungsverfahren. Es brauche eine Entlastung. Nach Ministeriumsangaben fehlen Dutzende Staatsanwälte, obwohl die Aktenberge weiter wachsen. Die konkreten Spielräume für eine Abhilfe würden erst mit Abschluss der noch laufenden Haushaltsaufstellung für 2025/2026 klar.
Die Arbeitsbelastung in den Staatsanwaltschaften nimmt kontinuierlich zu und ist nach Ministeriumsangaben derzeit «flächendeckend hoch, zum Teil sehr hoch». Die Neueingänge stiegen innerhalb von zwei Jahren allein um 50.000 Fälle auf über 271.500. Angesichts dessen besteht unverändert hoher Personalbedarf. Ende letzten Jahres lag er bei annähernd 440 Staatsanwälten, die Besetzungsquote lag bei knapp 86 Prozent. 2024 konnten knapp 267.000 Fälle erledigt werden.