Die Polizei hat bei Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität 19 Objekte in und um Kassel durchsucht. Zudem durchsuchten die Ermittler acht weitere Objekte in sechs anderen Bundesländern, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Kassel mitteilten. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehe ein 46-Jähriger aus Kassel, der unter anderem im Verdacht stehe, über Strohmänner und -frauen ein illegales Bordell in Kassel geführt zu haben. Mit den Einnahmen soll er hochwertige Fahrzeuge vermietet haben.
Der Hauptvorwurf sei jedoch, dass er eine MPU-Beratungsstelle betrieben haben soll. Diese habe Gutachten manipuliert, um entzogene Fahrerlaubnisse wiederzuerlangen und täuschend auf den Prozess der Begutachtung einzuwirken. Daran sollen auch ein angehender Arzt aus dem Landkreis Kassel sowie ein Psychologe beteiligt gewesen sein, indem sie an falschen Gutachten mitgewirkt haben sollen. Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen sieben verschiedene Personen, etwa wegen Urkundenfälschung, Falschbeurkundung und Betrugs.