Im Prozess um einen Munitionsskandal im Landeskriminalamt Sachsen hat das Landgericht Dresden einen der drei angeklagten Beamten verurteilt. Die Staatsschutzkammer sprach den Mann wegen veruntreuender Unterschlagung und Bestechlichkeit schuldig und verhängte 10.800 Euro Geldstrafe gegen ihn, wie ein Gerichtssprecher sagte. Zwei weitere Angeklagten wurden freigesprochen.
Die ehemaligen Mitglieder des Mobilen Einsatzkommandos Dresden mussten sich wegen Bestechlichkeit in Tateinheit mit Diebstahl sowie wegen unerlaubten Erwerbs und Besitzes genehmigungspflichtiger Munition vor Gericht verantworten. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
2021 war bekanntgeworden, dass ein Einsatzkommando des LKA im Herbst 2018 ohne Erlaubnis an einem Schießtraining auf einem privaten Schießplatz in Güstrow teilnahm und dafür mit mindestens 7.000 Schuss Munition aus eigenen LKA-Beständen bezahlte.