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„Stadt. Land. Bühne.“ bringt Freie Künste in Sachsens Stadträume

Oldtimerbus Bühne
Katja Erfurth – „zeitsprünge“ © Volker Metzler
Von: Uwe Tschirner
Ein Oldtimerbus wird zur Bühne: „Stadt. Land. Bühne.“ bringt Tanz, Theater und Performance kostenlos nach Görlitz und Zittau.

Görlitz/Zittau. Mit dem mobilen Mini-Festival „Stadt. Land. Bühne.“ verlagert der Landesverband der Freien Theater in Sachsen e.V. (LFTS) künstlerische Arbeiten aus Tanz, Theater und Performance konsequent dorthin, wo Menschen ohnehin unterwegs sind: in den öffentlichen Raum. Ziel ist es, neue Publika jenseits klassischer Spielstätten zu erreichen und die Freien Darstellenden Künste im Alltag sichtbarer zu machen. Als zentrale Infrastruktur dient ein Oldtimerbus, der als mobile Bühne fungiert und die Beiträge an mehrere Orte im Freistaat bringt.

Den Auftakt macht die Tour im April 2026 in Ostsachsen. Am 23. April gastiert „Stadt. Land. Bühne.“ in Görlitz (Demianiplatz 2), am 24. April in Zittau (Theaterring 12) – jeweils in der Innenstadt vor dem Gerhart-Hauptmann-Theater. Von 14 bis 20 Uhr verwandeln sich zentrale Stadträume in offene Spielflächen. Kurze Formate aus Schauspiel, Tanz, Figurentheater, Audiowalks und experimentellen Arbeiten starten jeweils zur vollen Stunde. So können Besucherinnen und Besucher mehrere Programmpunkte flexibel hintereinander erleben – bei freiem Eintritt.

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Die Programmauswahl wurde von einer Fachjury aus lokaler Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft zusammengestellt. „Mit ‚Stadt. Land. Bühne.‘ bringen wir künstlerische Positionen von freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Sachsen direkt in den Alltag und machen sie für ein breites Publikum sichtbar“, betont LFTS-Geschäftsführerin Josephine Bock. Ebenso wichtig sei, dass das Format nicht nur in die Städte hineingetragen werde, sondern aus der jeweiligen Stadtgesellschaft heraus mitgestaltet entstehe.

Inhaltlich und strukturell ist das Mini-Festival an das 13. Sächsische Theatertreffen angebunden, das herausragende Inszenierungen der Stadt- und Staatstheater präsentiert. „Stadt. Land. Bühne.“ ergänzt dieses Angebot im Stadtraum und schafft zusätzliche Berührungspunkte zwischen institutionellen Häusern und der freien Szene. Die Kooperation soll ausgebaut werden, um Vernetzung, Synergien und Austausch zwischen unterschiedlichen Produktions- und Präsentationsformen zu stärken.

Eine weitere Station folgt im Sommer 2026 in Chemnitz, angebunden an ein größeres Kulturfestival und damit in einem neuen kuratorischen Kontext. Langfristig verfolgt „Stadt. Land. Bühne.“ eine biennale Vision: Impulse für ein landesweites Festival der Freien Darstellenden Künste in Sachsen zu setzen. 

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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