In einer gemeinsamen Stadtratssitzung der Städte Görlitz und Zgorzelec am Dienstag wurde eine Absichtserklärung zur Vereinbarung über die Beschulung Görlitzer Kinder in Zgorzelec unterzeichnet. Wie die Stadt Görlitz mitteilte, solle die Vereinbarung Görlitzer Schülerinnen und Schülern den Besuch einer Schule auf polnischer Seite erleichtern. Ziel sei es, die Europastadt auch im Bildungsbereich enger zusammenzuführen und Kindern früh interkulturelle Erfahrungen zu ermöglichen.
Die Vereinbarung regelt den Ablauf und sieht vor, dass Eltern sich vor der Anmeldung zunächst beraten lassen – je nach Fall entweder an einer Görlitzer Grundschule oder beim Landesamt für Schule und Bildung in Bautzen. Das Verfahren sehe außerdem vor, dass eine Ausnahmegenehmigung erforderlich werde, da die Schulpflicht in Sachsen weiterhin gilt, und diese Ausnahmegenehmigung in der Regel befristet erteilt werde. Die Entscheidung über die Aufnahme treffe die jeweilige Schule in Zgorzelec. Gleichzeitig müssten Eltern jedes Jahr nachweisen, dass ihr Kind dort tatsächlich zur Schule geht, damit die deutsche Schulpflicht erfüllt werde.