Der Ärztemangel in Sachsen bleibt weiter ein gravierendes Problem und eine große Herausforderung für die Landespolitik. «Schon jetzt überwinden viele Ärztinnen und Ärzte Alters- und Kraftgrenzen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Es darf keine Frage des Wohnorts sein, ob und wie schnell die Leute ärztliche Hilfe bekommen», sagte Linke-Chefin Susanne Schaper. Bei einem wachsenden Anteil Älterer werde das immer wichtiger.
Schaper - eine ausgebildete Krankenschwester - fragt den Versorgungsgrad mit Ärzten regelmäßig im Landtag ab. Auch 2024 wurden dabei zum Teil erhebliche Lücken sichtbar. In Werdau betrug er bei Hausärzten nur 69,8 Prozent, in Torgau 70,2 Prozent und in Reichenbach 72,4 Prozent. Auch Riesa (78,4), Limbach-Oberfrohna (78,3) und Stollberg (74,1) gelten mit einem Grad von unter 80 Prozent als «unterversorgte Region».