Damit Rettungswagen künftig nicht mehr unnötig für nicht lebensbedrohliche Fälle eingesetzt werden, will der Landkreis Leipzig drei alternative Einsatzfahrzeuge testen. Ein Modellprojekt wurde ab Anfang Februar genehmigt, wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte.
Die sogenannten Sonderkrankentransportwagen, die in Wurzen, Grimma und Borna stationiert werden, sind ähnlich ausgestattet wie Rettungswagen. Allerdings werden sie ausschließlich von zwei erfahrenen Rettungssanitätern besetzt – ohne Notfallsanitäter. Sie sollen für Einsätze zur Verfügung stehen, bei denen keine lebensrettenden Maßnahmen erforderlich sind. Die Entscheidung, ob ein Einsatz der Notfallrettung vorliegt oder die Betroffenen stattdessen auch von einem Sonderkrankenkraftwagen versorgt werden können, trifft die integrierte Regionalleitstelle im Einzelfall.
Das Modellprojekt soll die Notfallrettung entlasten und die medizinische Versorgung flexibler gestalten. Rettungswagen sollen künftig gezielter eingesetzt und nicht für nicht lebensbedrohliche Fälle gebunden werden.