Der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) hofft auf eine Renaissance für die sorbische Sprache. Nach einer gemeinsamen Sitzung der Regierungen von Brandenburg und Sachsen auf dem Lausitzring sprach Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik am Dienstag von einer «Morgendämmerung» (niedersorbisch: Zorja) und bezog sich dabei auf ein gleichnamiges Sprachprojekt in Brandenburg. «Wir wollen die Weichen stellen, damit am Ende des 21. Jahrhunderts wieder 100.000 Menschen in der Lausitz sorbisch sprechen. Dieses Ziel haben wir als Domowina.»
Statnik hatte auf der Kabinettssitzung die bisher beschlossenen Vorhaben zur Revitalisierung der sorbischen Sprache und zur Stärkung des immateriellen Kulturerbes der Region vorgestellt. Dazu gehören in Brandenburg unter anderem ein Masterplan für neue Formen des Spracherwerbs und in Sachsen das Netzwerk für regionales Identitäts- und Sprachmanagement. All dies geschieht auf Grundlage der vom Bundestag 2020 beschlossenen Gesetze für den Strukturwandel im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg.