Nach der Corona-Delle mit fast sieben Monaten Schließung suchen Sachsens Spielbanken nach Konzepten, um wieder mehr Kunden anzuziehen. Dass die Innenstädte weniger belebt seien als vor der Pandemie, sei problematisch für die drei Spielbanken in Leipzig, Dresden und Chemnitz, sagte Spielbanken-Geschäftsführer Frank Schwarz.
Im ersten Corona-Jahr 2020 brach der Umsatz um rund 20 Prozent ein, dazu kam ein Besucherrückgang um knapp 35 Prozent. Das Jahr sei dennoch besser gelaufen als befürchtet. In Sachsen gibt es ein Spielbankenmonopol, das heißt die drei Spielbanken sind in staatlicher Hand.
«Momentan hat es Priorität für die Spielbankengesellschaft, wie wir die Terrestrik wieder hoch kriegen», sagte Schwarz. Die Spielbanken sind seit dem 14. Juni wieder geöffnet, doch das Leben kehrt ihm zufolge eher zögerlich in die Innenstädte zurück. «Leipzig sieht noch relativ gut aus, aber in Dresden und Chemnitz ist es spürbar weniger geworden», berichtete der Geschäftsführer. «Wir wissen auch noch nicht, was sich in allen drei Städten noch an Ladenschließungen abspielen wird.» Die Sächsische Spielbanken-GmbH überlege, neue Spielangebote auszuprobieren - etwa Roulette als Demospiel oder Online-Pokerturniere.