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Zwischen Regenbogenfamilie und DDR-Haft: Zwei Abende über queeres Leben in Dresden

Mehrere bunte Regenbogenfahnen (Pride-Flags) wehen nebeneinander im Wind vor einem hellen, leicht bewölkten Himmel.
Vielfalt und Erinnerung im Fokus: Im Juni beleuchtet Dresden queeres Leben aus zwei völlig unterschiedlichen Perspektiven. Während am 1. Juni die rechtliche und alltägliche Situation von Regenbogenfamilien diskutiert wird, widmet sich ein Erzählcafé am 29. Juni den persönlichen Schicksalen queerer Menschen in der DDR. Symbolbild: pixabay/Sasel13
Von: Cornelius de Haas
Zwei Abende, zwei sehr verschiedene Geschichten: einmal die Frage, was Familie heute alles sein darf – einmal der Blick zurück auf ein Leben, das der Staat einst bestrafte. Dresden öffnet im Juni beide Türen.

Dresden. Was darf Familie heute alles sein? Und wie lebte es sich queer in einem Staat, der genau das bestrafte? Im Juni stellt Dresden beide Fragen – an zwei Abenden, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Den Anfang macht am Montag, 1. Juni, um 18 Uhr eine Podiumsrunde im Saal des riesa efau (Runde Ecke) in der Wachsbleichstraße 4A. Es geht um den Alltag von Regenbogenfamilien: woran sie bei Behörden und im Familienrecht noch hängenbleiben - und was ein Blick über die Grenze verrät. Auf dem Podium sitzen die Vereinsleiterin Constanze Körner, die Rechtsanwältin Juli Heinicke und der Künstler Mooooon, moderiert wird der Abend von der Autorin und Mutter Lisa Bendiek.

Persönlicher wird der zweite Abend. Beim Erzählcafé „Queeres Leben in der DDR" am Montag, 29. Juni, um 17 Uhr in der Gedenkstätte Bautzner Straße erzählen Menschen, die es selbst durchlebt haben. Einer von ihnen ist Hans-Jürgen Barth: 1977 kam er nach seinem Outing wegen „staatsfeindlicher Hetze" in politische Haft, ein Jahr später kaufte ihn die Bundesrepublik frei. Neben ihm sitzen die Zeitzeugin Samirah Kenawi und der Kulturwissenschaftler Bob Sieber. Wer mag, bringe seine eigene Geschichte mit - die Runde ist bewusst offen gehalten.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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