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Hund bei 30 Grad im Wagen gelassen: Polizeieinsatz am Hauptbahnhof Dresden

Ein kleiner, brauner Pudelmischling schaut mit den Vorderpfoten auf der Türkante aus dem geöffneten Fenster eines silbernen Autos nach draußen.
Rettung in letzter Minute: Bei 30 Grad Hitze entdeckten Polizisten am Dresdner Hauptbahnhof einen dehydrierten Pudelmischling in einem verschlossenen Auto. Erst nach einem Lautsprecheraufruf tauchte der Betreuer auf. Symbolfoto: pixabay/EddieKphoto
Von: Dresden News
In der prallen Sonne kauert ein geschwächter Hund hinter beschlagenen Scheiben, geöffnet nur einen Spalt. Dann hallt ein Aufruf durch die Bahnhofshalle - und ein 53-Jähriger begreift, was er unterschätzt hat.

Dresden. Es ist Dienstagvormittag kurz nach halb zehn am Dresdner Hauptbahnhof, die Sonne brennt schon mit 30 Grad auf den Vorplatz. In einem schwarzen Auto, mitten im Licht, entdecken Mitarbeiter der städtischen Polizeibehörde einen Hund. Die hinteren Scheiben stehen nur einen Spalt offen - viel zu wenig, als dass Luft zirkulieren könnte. Der Pudelmischling wirkt bereits matt.

Die Mitarbeiter alarmieren die Bundespolizei. Als die Streife eintrifft, zeigt das Tier erste Anzeichen einer Dehydrierung. Vom Halter fehlt jede Spur – also lassen die Beamten einen Aufruf über die Lautsprecher des Bahnhofs laufen.

Der Appell wirkt: Gegen 09:40 Uhr taucht ein 53-jähriger Mann auf und öffnet sofort das Fahrzeug. Der geschwächte Hund kommt ins Freie. Wie sich zeigt, gehört der Pudelmischling gar nicht ihm - er hatte das Tier nur kurz übernommen, während er einen Termin wahrnahm, und die sommerliche Hitze unterschätzt.

Folgenlos bleibt der Vormittag für ihn nicht: Die Bundespolizei leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Tierschutzgesetz ein.

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