Dresden. Es ist einer dieser Morgen, an denen alles in Sekunden kippt. Gegen 8:34 Uhr kracht es an der Kreuzung Emerich-Ambros-Ufer / Fröbelstraße in Dresden-Cotta: Ein VW Taigo und ein Renault Arkana treffen mit voller Wucht aufeinander. Einer der Fahrer liegt bereits auf dem Asphalt, als die Feuerwehr eintrifft - der andere sitzt eingeklemmt im Wrack, kommt aus eigener Kraft nicht heraus.
Während Notarzt und Sanitäter sofort mit der Erstversorgung beider Männer beginnen, bereitet die Feuerwehr eine aufwendige Rettung vor. Die Entscheidung fällt auf die sogenannte „Große Seitenöffnung": Hydraulische Spreizer und Scheren entfernen beide Türen samt dem Mittelholm – dem tragenden Pfeiler zwischen Vorder- und Hintertür. So können die Helfer den Patienten flach und wirbelsäulenschonend aus dem Fahrzeug schieben, ohne ihn durch Verrenkungen zusätzlich zu gefährden.
Die Technik sitzt: Routiniert und zügig befreien die 27 Einsatzkräfte den Mann aus seiner Zwangslage. Beide Fahrer werden mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die Kreuzung bleibt für die Dauer des Einsatzes in mehreren Richtungen vollgesperrt, der Verkehr in Dresden-Cotta steht für rund zwei Stunden still. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.