Neuerung für junge Familien: Dresden stellt Kita-Betreuung auf den Prüfstand
Dresden. Rund 8.000 Dresdner Familien bekommen in den nächsten Tagen Post von Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Im Umschlag steckt ein QR-Code. Er führt zur 8. Dresdner Elternbefragung, die am Dienstag, 1. September, startet und bis zum 25. September läuft. Angeschrieben werden Familien mit Kindern zwischen einem und sechs Jahren, ausgewählt hat sie der Zufall.
Neu ist der Weg dorthin. Zum ersten Mal läuft die Befragung komplett online. Und erstmals gibt es den Fragebogen in fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch, Arabisch und Persisch. Mitmachen kann jede angeschriebene Familie anonym und freiwillig.
Das will das Amt wissen
Das Amt für Kindertagesbetreuung will wissen, was Eltern von Krippe, Kita und Kindertagespflege erwarten. Der Fragebogen fragt, wonach Familien einen Betreuungsplatz aussuchen, wie die Eingewöhnung ihres Kindes lief und wie zufrieden sie mit der pädagogischen Arbeit sind. Außerdem geht es darum, welche familienunterstützenden Angebote Eltern kennen und tatsächlich nutzen und wie sie die Folgen des demografischen Wandels für die Betreuung in Dresden einschätzen.
Die Antworten sind eine Grundlage für den Fachplan Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, den die Stadt jedes Jahr fortschreibt. Daran richtet Dresden aus, wie es seine Betreuungsangebote weiterentwickelt.
Dann sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden
Solche Befragungen organisiert die Stadt seit 1998. Die bislang letzte fand im Oktober 2022 statt, damals noch ohne Online-Fragebogen. Entwickelt hat den Bogen das Amt für Kindertagesbetreuung zusammen mit der Kommunalen Statistikstelle, mit Fachleuten aus der Praxis und mit Eltern.
Die Ergebnisse will die Stadt Anfang 2027 veröffentlichen.