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Neue Anzeigen für Dresden! DVB tauscht alte Info-Tafeln aus

Neue Anzeigen für Dresden! DVB tauscht alte Info-Tafeln aus
Am Riegelplatz in Dresden-Kaditz sind die neuen Anzeigetafeln bereits im Einsatz. Foto: DVB AG
Von: Cornelius de Haas
Dresden erneuert seine Anzeigetafeln an Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Manche der alten Displays haben seit der Jahrtausendwende keinen einzigen Tag pausiert.

Wer am Hauptbahnhof auf die Straßenbahn wartet, schaut fast automatisch nach oben. Auf die große Tafel, die in Gelb auf Schwarz anzeigt, wann die Nächste kommt — und ob sie pünktlich ist. Was die wenigsten wissen: Manche dieser Anzeigen laufen seit mehr als zwanzig Jahren, Tag und Nacht, ohne Unterbrechung.

Damit ist jetzt Schluss. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) tauschen bis Mitte 2026 einen Teil ihrer elektronischen Abfahrtsanzeigen aus. Am Hauptbahnhof (Wiener Platz) und am Pirnaischen Platz werden ab März insgesamt acht Großtafeln ersetzt — am Hauptbahnhof noch vor Ostern, am Pirnaischen Platz bis Ende April. Kosten: rund 573.000 Euro, von denen der Freistaat Sachsen gut 419.000 Euro als Fördermittel beisteuert.

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Der Grund für den Austausch ist schlicht Altersschwäche: LED-Displays verlieren mit der Zeit ihre Leuchtkraft, einzelne Pixel fallen aus. Wer genau hinschaut, sieht die Lücken schon. Die neuen Tafeln sind technisch baugleich — große, mindestens sechszeilige LED-Matrixanzeigen, die auch aus größerer Entfernung gut lesbar sind.

Interessanter als der reine Austausch ist das, was DVB an peripheren Haltestellen neu einführt: Displays, die man so bisher vor allem vom E-Book-Reader kennt. ePaper heißt die Technologie — dasselbe kontrastreiche, reflexionsarme Display wie im Kindle, jetzt aber groß genug für Abfahrtszeiten.

ePaper-Displays bei den Dresdner Verkehrsbetrieben

Achtzehn dieser neuen Anzeigen sollen zusätzlich installiert werden, unter anderem an der Overbeckstraße, der Dölzschener Straße und am Krankenhaus Neustadt. Zwei laufen bereits am Riegelplatz an der Buslinie 64. Das 13-Zoll-Display löst mit 1.600 mal 1.200 Pixel auf — scharf genug, um auch bei schräg einfallendem Sonnenlicht oder Regen problemlos lesbar zu sein. Nachts schaltet sich eine Beleuchtung zu.

Was das technisch interessant macht: Die Anzeigen brauchen keinen Stromanschluss. Ein integrierter Akku hält drei Jahre, ein kleines Solarmodul auf der Haltestellen-Stele kann ihn aktiv nachladen. Für Bushaltestellen abseits der großen Verkehrsachsen, wo eine Stromleitung zu teuer wäre, ist das ein echter Vorteil.

DVB: Digitale Echtzeit-Abfahrten und Ausbau des Netzes

Insgesamt zählt das DVB-Netz nach diesem Ausbau mehr als 700 elektronische Abfahrtstafeln. Wer trotzdem an einer Haltestelle ohne Display steht, kann sich mit der App DVBmobil behelfen — sie zeigt Echtzeit-Abfahrten für jede Haltestelle im Netz.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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