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Erste neue LED-Strahler auf Dresdner Waldschlößchenbrücke ausgefallen

Erste neue LED-Strahler auf Dresdner Waldschlößchenbrücke ausgefallen
Auch in der Dunkelheit werden die Geh- und Radwege auf der Waldschlößchenbrücke gut genutzt. Aber zeitweise sind ganze Abschnitte der LED-Lichtleisten ausgefallen, wie hier vor einigen Jahren. Foto: Peter Hilbert
Von: Meißen News
Die Brücke ist zwar in einem soliden Zustand. Doch ein Problem begleitet das Bauwerk seit der Eröffnung 2013. Warum die LED-Lichtleisten immer wieder ausfallen und was besser geworden ist.

Ein Bericht von Peter Hilbert

Immer wieder bleibt es auf den Geh- und Radwegen der Waldschlößchenbrücke etwas dunkler. Die LED-Strahler der Lichtleisten in den Handläufen strahlen zwar hell. Doch immer wieder fallen sie aus und müssen erneuert werden. Dieses Jahr waren es bis Mitte Juli bereits 18 Leuchten, teilt die Stadt mit. So bleibt es an manchen Stellen auf den Geh- und Radwegen etwas dunkler. 

Zwar ist das Bauwerk, das nach dem Einsturz der Carolabrücke unverzichtbar ist, in solidem Zustand. Bei der jüngsten Hauptprüfung, dem sogenannten Brücken-TÜV, hat das Bauwerk 2024 die Note 2,4 erhalten. An der Brücke gibt es nur kleinere Schäden, wie Risse und Ausbrüche in Fahrbahn oder Fugen und punktuelle Mängel am Rostschutz. Gelöst ist auch ein weiteres Problem. Das Bundesverwaltungsgericht hatte mit der sogenannten Planfeststellung im Juli 2016 die Baugenehmigung für die Brücke gekippt. Nachgeholt werden musste die Umweltverträglichkeitsprüfung nach den strengen EU-Richtlinien für Flora-Fauna-Habitate (FFH). Ende 2025 hatte die Landesdirektion Sachsen die Prüfungen abgeschlossen und das Großprojekt endgültig genehmigt. Also ist die Brücke jetzt kein Schwarzbau mehr.

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Dennoch gibt es von Anfang an immer wieder Ärger, da die LED-Lichtleisten in den Handläufen der Geländer ausfallen. Ursprünglich sollten auf der Waldschlößchenbrücke normale Straßenleuchten aufgestellt werden. Doch dann wurden für das früher umstrittene Bauwerk LED-Leuchten konstruiert. Sie waren ein Bestandteil des Kompromissvorschlages, mit dem die Stadt den später aberkannten UNESCO-Welterbetitel retten wollte. Statt der einst vorgesehenen normalen Straßenlaternen wurden die 1.322 Lichtleisten an den Geländer-Innenseiten geplant. Vor allem Fußgängern und Radfahrern sollen sie heimleuchten.

Die LED-Technik sollte eigentlich sehr langlebig sein. Die etwa knapp einen Meter langen LED-Leuchten sind in den Handläufen montiert. Doch kaum waren die Lichtleisten montiert, hauchten sie nach der Brückeneröffnung vor 13 Jahren im Dauer-Rhythmus ihr Leben aus. Insgesamt sind schon 860 Lichtleisten ausgefallen, teilt die Stadt mit. 2025 sind 36 Lichtleisten ausgefallen. 2024 gab es 31 Ausfälle und 2023 noch 64 Ausfälle. Die Ausfallrate habe sich gegenüber den vergangenen beiden Jahren also nicht wesentlich erhöht. Das Spitzenjahr war nach STA-Statistik 2019, als 201 defekte Lichtleisten erneuert werden mussten.

 Den Auftrag für Lieferung und Montage hatte einst das Unternehmen Elektro Dresden-West erhalten. Dieses ließ die Leuchten bei der Firma Hess Lichttechnik herstellen, die über Standorte im badischen Villingen sowie in Löbau verfügte. Im sächsischen Werk sollten die Leuchten für die sächsische Waldschlößchenbrücke gefertigt werden, kündigte Firmenchef Christoph Hess einst an. Extra dafür baute er in Löbau ein millionenteures LED-Entwicklungs- und Produktionszentrum aus. Als es Anfang 2013 fertig war, ging die Firma pleite. Zuvor hatte sie die 1.322 Lichtleisten aber noch geliefert.  

Allerdings kamen die offenbar aus dem Werk im badischen Villingen, hatten einstige Löbauer Hess-Mitarbeiter der SZ berichtet. Den Betrieb in Villingen, den der schwedische Lichthersteller Nordeon übernommen hatte, gibt es noch heute. „Der Hersteller wurde nicht gewechselt“, erklärt die Stadt.

Die neue Lichtleisten: Angegebene Lebensdauer elf Jahre 

Länger halten sollen Lichtleisten einer neuen Generation, die die Hess-Nachfolgefirma seit 2019 liefert. Bis dahin waren schon fast 500 der alten Lichtleisten ausgefallen. Die neue Generation wurde in der Hoffnung getestet, dass sie länger durchhalten. Offenbar mit Erfolg. Anfangs wurden 40 Lichtleisten der neuen Charge zum Test auf der Waldschlößchenbrücke eingebaut. Sie hatten sich bewährt, also folgten weitere. Ihre Lebensdauer ist mit 50.000 Stunden angegeben, was elf Jahren entspricht. Ersetzt wurden mussten bis Anfang dieses Jahres nur alte LED-Strahler. Allerdings werden sie nur gewechselt, wenn sie ausfallen. „Bei den Leuchten der neuen Generation hatten wir dieses Jahr den ersten Ausfall“, erklärt die Stadt. Also hat diese Leiste auch nicht die angegebene Lebensdauer erreicht.

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