Nach Wasser-Kollaps im Dresdner Hochland: Erleichterung da, aber eine Sperrung bleibt
Dresden. Aufatmen im Dresdner Hochland: Nach einem schweren Rohrbruch am Dienstagmorgen fließt das Trinkwasser in Cunnersdorf, Helfenberg und Rockau wieder. Der Versorger SachsenEnergie reparierte die beschädigte Hauptleitung am Nachmittag zügig, sodass rund 310 Haushalte nach stundenlanger Unterbrechung wieder am Netz sind.
Havarie legte Wasserversorgung komplett lahm
Der Zwischenfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden auf dem Cunnersdorfer Weg, etwa 130 Meter nach dem Abzweig von der Pappritzer Straße im Ortsteil Cunnersdorf. An einer zentralen Zubringerleitung trat ein massiver Schaden auf. Da diese Leitung die wesentliche Versorgungsader für Cunnersdorf, Helfenberg und Rockau darstellt, saßen die Einwohner von einem Moment auf den anderen auf dem Trockenen.
SachsenEnergie leitete nach dem Bekanntwerden des Schadens sofort eine Notfallreparatur ein. Um die betroffenen Bürger während der Tiefbauarbeiten zu unterstützen, orderte das Unternehmen mobile Wasserwagen an zwei zentrale Punkte. Auf dem Marktplatz in Cunnersdorf und am Landhotel in Rockau standen insgesamt fast fünf Kubikmeter frisches Trinkwasser für die Bevölkerung zur Notversorgung bereit.
Reparatur erfolgreich, Cunnersdorfer Weg bleibt gesperrt
Am Nachmittag meldete das Versorgungsunternehmen schließlich die erfolgreiche Inbetriebnahme der reparierten Trasse. Die Techniker schlossen die Reparaturarbeiten ab und öffneten die Schieber für das Leitungsnetz wieder. Ganz ohne Einschränkungen läuft der Alltag vor Ort jedoch noch nicht: Aufgrund der Schäden am Straßenaufbau bleibt der Cunnersdorfer Weg noch bis zum morgigen Mittwoch im Laufe des Tages voll gesperrt. SachsenEnergie bedankte sich bei den betroffenen Anwohnern für das entgegengebrachte Verständnis und die Geduld während des Ausfalls.
Das müssen Verbraucher jetzt beachten
Nach der Wiederaufnahme der Wasserversorgung sollten Mieter und Hauseigentümer beim ersten Aufdrehen der Hähne vorsichtig vorgehen. Experten raten dazu, die Kaltwasserhähne im Haus nacheinander langsam zu öffnen. Das Wasser sollte einige Minuten lang ungestört laufen, bis es vollkommen klar und ohne störende Luftblasen aus dem Hahn tritt.
Sollte das Wasser anfangs noch eine leichte Trübung oder Verfärbung aufweisen, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Diese Erscheinungen sind nach Arbeiten am Rohrnetz normal und gesundheitlich absolut unbedenklich. Die Verbraucher sollten das Wasser in diesem Fall so lange laufen lassen, bis die Qualität wieder normal ist. Erst danach dürfen Haushaltsgeräte wie Wasch- oder Spülmaschinen wieder eingeschaltet werden.
So berichteten Die Sachsen News am Vormittag:
Dresden. Es war noch früh am Morgen, als am Cunnersdorfer Weg eine Trinkwasserleitung barst - rund 130 Meter hinter dem Abzweig von der Pappritzer Straße. Der Schaden traf mit einem Schlag gleich drei Ortsteile: Cunnersdorf, Helfenberg und Rockau hängen an genau dieser Leitung. Die Folge für 310 Haushalte: kein Tropfen aus dem Hahn - und das voraussichtlich den ganzen Tag.
SachsenEnergie rückte umgehend an und begann noch am Morgen mit der Reparatur. Solange die Technik am Rohr arbeitet, ruht die Versorgung in den drei Ortsteilen komplett. Warum die Leitung überhaupt nachgab, ist bislang ungeklärt und wird noch untersucht.
Zwei Wasserwagen für den Notfall: So kommen Anwohner an Trinkwasser
Damit niemand auf dem Trockenen sitzt, hat der Versorger zwei Wasserwagen in Stellung gebracht: einen auf dem Marktplatz in Cunnersdorf, einen am Landhotel in Rockau. Zwei bis zweieinhalb Kubikmeter frisches Trinkwasser stehen dort bereit - wer etwas braucht, greift zu Kanister und Eimer und zapft selbst.
Der Cunnersdorfer Weg ist in diesem Abschnitt voll gesperrt, die Reparatur dürfte den gesamten Tag beanspruchen. Danach nimmt SachsenEnergie die Leitung behutsam wieder ans Netz und spült das fünf Kilometer lange System durch. Weil das Gelände ständig bergauf und bergab führt, lässt sich der Druck nur langsam aufbauen - und dabei kann sich das Wasser vorübergehend eintrüben. Beunruhigen muss das niemanden: Gesundheitlich bleibt es unbedenklich.