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Meilenstein in Dresden: Legendärer Rote-Erde-Platz verschwindet

Zwei kleine Jungen in blauen Trikots und roten Trainingswesten liegen lächelnd nebeneinander auf einem saftig grünen Kunstrasenplatz direkt neben einer breiten, weißen Spielfeldlinie.
Ende des Pendelns: Rund 220 Kinder und Jugendliche des Dresdner SSV freuen sich über den neuen Kunstrasenplatz am Leutewitzer Park, der am 20. Juni feierlich eingeweiht wird. Symbolbild: Magnific/Freepik
Von: Dresden News
Jahrelang machte schon ein kräftiger Schauer das Training in Cotta unmöglich - jetzt ist der alte Aschenplatz Geschichte. An seiner Stelle liegt ein Kunstrasen, der das ganze Jahr bespielbar ist und das Regenwasser sogar weiterverwendet.

Dresden. Wenn es früher kräftig regnete, stand der Ball still: Auf dem alten Tennenplatz „Am Leutewitzer Park" sammelten sich nach jedem Guss Pfützen, das Training fiel oft aus. Damit ist Schluss. Aus dem verschlissenen Aschenplatz an der Steinbacher Straße ist in wenigen Wochen ein moderner Kunstrasenplatz geworden - 44 mal 27 Meter groß, ausgeleuchtet von vier neuen Flutlichtmasten und das ganze Jahr über bespielbar.

Kunstrasenplatz in Cotta: Wie der Regen jetzt zum Helfer wird

Den neuen Belag durchzieht eine Drainage. Das Regenwasser, das früher das Spielfeld lahmlegte, läuft nun in neue Zisternen am großen Naturrasenplatz - und bewässert von dort den Rasen. Auch sonst hat sich einiges getan: Neben dem Platz entstand ein kleines Plateau zum Verweilen, die Ballfangzäune wurden erneuert und frisch bespannt, dazu kamen zwei Jugendtore, Eckfahnen und Stollenreiniger. Eine neue Treppe mit Pflasterfläche hält künftig Schmutz vom Kunstrasen fern. Rund 330.000 Euro kostet das Ganze; das Geld trägt der Eigenbetrieb Sportstätten Dresden, der Stadtbezirksbeirat Cotta steuerte 20.000 Euro für die Planung bei.

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Dresdner SSV weiht den Platz am 20. Juni ein

Eingeweiht wird der Platz am Sonnabend, 20. Juni, ab 10 Uhr - mit Sportbürgermeister Jan Donhauser, einem Spiel der Ehemaligen gegen die Trainer und einem Familienfest mit Hüpfburg und Musik. „Was lange währt, wird endlich gut", fasst Donhauser es zusammen. Für den Dresdner SSV ist der Platz ein großer Schritt: Aus einer einzigen Jugendmannschaft im Jahr 2008 sind knapp 300 Mitglieder geworden, darunter rund 220 Kinder und Jugendliche. Weil ein Heimplatz fehlte, mussten Teams, Eltern und Trainer bislang über drei Sportplätze und vier Hallen quer durch Dresden pendeln. Der Kunstrasen entlastet nun zugleich den Naturrasen nebenan.

Und Cotta ist nicht der einzige Schauplatz: Noch in diesem Jahr soll auch das Tennengroßspielfeld an der Eisenberger Straße auf Kunstrasen umgestellt werden. Dann bleibt in ganz Dresden nur noch ein einziger Aschenplatz übrig - an der Klotzscher Hauptstraße.

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