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Margon Arena: Dresden startet endlich die Sanierung

Außenansicht der Margon Arena in Dresden bei blauem Himmel. Zu sehen ist der Eingangsbereich mit einer grauen Treppe, roten Fassadenelementen und dem großen blau-weißen Schriftzug „Margon Arena“ über dem Vordach.
Sanierung startet endlich: Nach fast zehn Jahren Wartezeit beginnt im Mai 2026 die Modernisierung der Dresdner Margon Arena. Der Stadtrat hat grünes Licht für Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro gegeben, um Brandschutz, Technik und den Sportboden auf den neuesten Stand zu bringen. Foto: LHDD/Eigenbetrieb Sportstätten
Von: Cornelius de Haas
Der Stadtrat gibt grünes Licht, im Mai sollen die Arbeiten beginnen. DSC und Titans müssen sich auf Einschränkungen einstellen – aber nicht auf eine Hallensperre.

Dresden. Es war längst überfällig. Am Mittwoch hat der Dresdner Stadtrat den Weg für die Sanierung der Margon Arena freigemacht. Noch im Mai sollen die ersten Arbeiten beginnen – rund zehn Jahre, nachdem entsprechende Versprechen erstmals gegeben wurden. Das räumte Sportbürgermeister Jan Donhauser in bemerkenswerter Offenheit selbst ein: "Es wird höchste Zeit, dass wir die seit fast zehn Jahren gegebenen Versprechungen umsetzen."

Die nun beschlossenen Maßnahmen sind zunächst technischer Natur: Brandschutz, Sicherheitstechnik, Instandsetzung. Keine Glamour-Sanierung, sondern das Notwendigste, um die Betriebssicherheit der Halle zu gewährleisten. Für 2026 sind dafür rund zwei Millionen Euro eingeplant, von insgesamt etwa fünf Millionen Euro Gesamtkosten.

Der größere Teil der Arbeiten folgt 2027: Dann soll der Sportboden erneuert, die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt und energetische Maßnahmen umgesetzt werden. Zusätzlich stehen 2,25 Millionen Euro aus Bundesförderung in Aussicht, mit denen strukturelle Verbesserungen finanziert werden sollen – eine entsprechende Vorlage wird noch vorbereitet.

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Spielbetrieb bleibt erhalten

Für die beiden Hauptnutzer - die Volleyballerinnen des Dresdner SC und die Basketballer der Dresden Titans - ist eine Hallensperrung im regulären Ligabetrieb nicht vorgesehen. Die Arbeiten in der Haupthalle sollen weitgehend in spielfreien Zeiten stattfinden. Am 27. April wurden die Vereine bereits über den Bauablauf und mögliche Ausweichsportstätten informiert.

Das ist eine wichtige Botschaft für beide Clubs. Der DSC spielt in der Volleyball-Bundesliga auf Meisterniveau und ist regelmäßig im Europapokal vertreten – eine unzuverlässige Heimspielstätte wäre lizenzrechtlich und sportlich ein ernstes Problem gewesen. Ähnliches gilt für die Titans im Basketballbetrieb.

Ein langer Weg zur Erkenntnis

Dass es nun doch vorangeht, ist auch dem Druck der Vereine und dem wachsenden Sanierungsstau zu verdanken. Seit Jahren war die Arena in einem Zustand, der für nationale und internationale Wettbewerbe zunehmend problematisch wurde. Die Dresdner Sportpolitik hat dieses Versäumnis nun selbst öffentlich benannt – ein ungewöhnlicher Schritt, der zugleich zeigt, wie groß der Handlungsdruck geworden war.

Ob der ambitionierte Zeitplan – Beginn Mai 2026, Hauptmaßnahmen 2027 – eingehalten wird, muss die Praxis zeigen. Dresdner Bauprojekte haben eine gewisse Tradition darin, Ankündigungen und Realität auseinanderdriften zu lassen.

Für DSC und Titans bleibt zu hoffen, dass diesmal die Versprechen halten.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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