Dresden. Das Lingnerschloss geht vorerst nicht an die Unternehmer Thomas Bohn und Oliver Kreider. Der Stadtrat lehnte am Donnerstag ab, den bereits notariell geschlossenen Vergleich zur Übertragung des Erbbaurechts jetzt zu bestätigen. Mit 36 Ja-Stimmen, 30-Nein-Stimmen und vier Enthaltungen setzte hat sich ein Antrag auf Linie der CDU, den Grüne und SPD mittrugen, durch. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) soll dem Gericht stattdessen weitere Vergleichsbereitschaft signalisieren und nachverhandeln.
Für eine spätere Zustimmung knüpft der Rat Bedingungen an das Geschäft. Die Investoren sollen sich verpflichten, binnen 36 Monaten zwei Millionen Euro in die Sanierung zu stecken, Schloss und Park überwiegend einer öffentlichen Nutzung vorzubehalten und der Stadt ein Sonderkündigungsrecht einzuräumen. Dazu kamen ein Ausschluss der Wohnnutzung, Regelungen für einen Gesellschafterwechsel und eine Transparenzverpflichtung. Diese Änderungspunkte fanden nach einer zunächst gescheiterten Sammelabstimmung einzeln knappe Mehrheiten.