Unter den 15 größten deutschen Städten verdienen Pflegekräfte in Dresden am schlechtesten. Das Bruttodurchschnittsgehalt liegt bei 4.012 Euro im Monat – weniger als in allen anderen betrachteten Städten, einschließlich München (4.029 Euro). Das zeigt der Pflegia-Gehaltsreport 2026, der 12.458 Stellenanzeigen aus dem Zeitraum August 2024 bis August 2025 ausgewertet hat.
An der Spitze des Städterankings stehen nicht Frankfurt oder Hamburg, sondern Dortmund (4.387 Euro) und Essen (4.279 Euro). Pflegekräfte im Ruhrgebiet verdienen damit im Schnitt rund 375 Euro mehr pro Monat als ihre Kolleginnen und Kollegen in Dresden.
Auch im Bundesländervergleich schneidet Sachsen schlecht ab. Mit einem Bruttodurchschnittsgehalt von 4.064 Euro belegt das Land den vorletzten Platz, knapp vor Sachsen-Anhalt. Bei Pflegehilfskräften ist Sachsen sogar Schlusslicht: 3.374 Euro – der niedrigste Wert aller Bundesländer.
Dabei zeigt der Report einen überraschenden internen Widerspruch: Bei examinierten Pflegefachkräften liegt Leipzig unter den 15 größten Städten auf Platz zwei mit 4.377 Euro. Dresden kommt auf 4.286 Euro und landet auf Platz 14. Innerhalb desselben Bundeslandes klafft damit eine Lücke von fast 100 Euro monatlich.