Immobilien in Dresden: Weniger Umsatz, aber die Preise fallen nicht
Dresden. Wer in Dresden eine neu gebaute Eigentumswohnung kaufen will, zahlt im Schnitt weiter rund 6.255 Euro pro Quadratmeter. Billiger ist das Wohnen trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht geworden. Das zeigt der Halbjahresbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, der den Dresdner Immobilienmarkt für die erste Jahreshälfte 2026 auswertet.
Kaum weniger Verkäufe, aber weniger Umsatz
Insgesamt wechselten 2.472 Immobilien den Besitzer, fast genauso viele wie im ersten Halbjahr 2025 mit 2.482. Der Geldumsatz sank dagegen von rund 911 auf rund 844 Millionen Euro. Klara Töpfer, Vorsitzende des Gutachterausschusses und Leiterin des Amtes für Geodaten und Kataster, führt das vor allem darauf zurück, dass große gewerbliche Verkäufe fehlten, wie es sie ein Jahr zuvor noch gab. Allein bei den bebauten Grundstücken fiel der Umsatz deshalb um 15 Prozent.

Häuser: teils teurer, teils günstiger
Bei den Häusern lief die Entwicklung auseinander. Für ein freistehendes Einfamilienhaus zahlten Käufer im Mittel 3.535 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, etwa drei Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025. Je nach Zustand und Lage reichte die Spanne von 855 bis 6.670 Euro. Doppelhaushälften legten um rund vier Prozent zu, Reihenendhäuser sogar um rund 28 Prozent auf 4.340 Euro. Reihenmittelhäuser wurden dagegen etwa 13 Prozent günstiger. Bei diesen Haustypen wurden allerdings nur 13 bis 23 Objekte gehandelt, schon einzelne teure oder billige Verkäufe verschieben den Schnitt deutlich.
Eigentumswohnungen bleiben teuer
Beim Wohnungseigentum blieb der Markt stabil. 1.814 Kaufverträge zählte der Ausschuss, etwa so viele wie im Vorjahr, drei Viertel davon Weiterverkäufe. Für eine neu errichtete Wohnung im Erstverkauf blieb der mittlere Preis mit rund 6.255 Euro pro Quadratmeter praktisch unverändert hoch. Im Weiterverkauf kostete der Quadratmeter im Schnitt rund 2.660 Euro, etwa drei Prozent mehr als ein halbes Jahr zuvor. Fast versiegt ist ein Teilmarkt: sanierte Altbauwohnungen, die erstmals in Eigentum umgewandelt und verkauft werden. Weil kaum noch unsanierte Geschossbauten übrig sind, kamen nur fünf solcher Verträge zustande.
Bauland bleibt knapp
Baugrundstücke sind weiter Mangelware. Nur 44 Kaufverträge wurden registriert, nach 57 im Vorjahreshalbjahr. Ein Grundstück für ein freistehendes Einfamilienhaus kostete im Mittel 295 Euro pro Quadratmeter, 18 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025. Wegen der wenigen Fälle lässt sich daraus aber keine klare Preistendenz ableiten.
Insgesamt spricht der Gutachterausschuss von einem ruhigen Halbjahr mit weitgehend stabilen Preisen. Den vollständigen Bericht gibt es kostenlos unter www.dresden.de/gutachterausschuss, der nächste Marktbericht folgt 2027.