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Immobilien in Dresden: Weniger Umsatz, aber die Preise fallen nicht

Froschperspektive auf ein modernes, mehrstöckiges Wohnhaus mit Balkonen und Glasgeländern. Die Fassade kombiniert helle Platten mit dunklen Holz- und Metallelementen unter leicht bewölktem blauem Himmel.
Immobilienmarkt Dresden: Für eine neu gebaute Eigentumswohnung zahlten Käufer im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt weiterhin rund 6.255 Euro pro Quadratmeter. Laut Gutachterausschuss bleiben die Preise für Wohnraum stabil hoch. Foto: Magnific/frimufilms
Von: Cornelius de Haas
Auf dem Dresdner Immobilienmarkt wurde im ersten Halbjahr 2026 kaum weniger gehandelt als im Vorjahr, der Geldumsatz sank aber. Trotz schwieriger Bedingungen geben die Preise kaum nach, neue Eigentumswohnungen kosten im Schnitt weiter über 6.000 Euro pro Quadratmeter.

Dresden. Wer in Dresden eine neu gebaute Eigentumswohnung kaufen will, zahlt im Schnitt weiter rund 6.255 Euro pro Quadratmeter. Billiger ist das Wohnen trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht geworden. Das zeigt der Halbjahresbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, der den Dresdner Immobilienmarkt für die erste Jahreshälfte 2026 auswertet.

Kaum weniger Verkäufe, aber weniger Umsatz

Insgesamt wechselten 2.472 Immobilien den Besitzer, fast genauso viele wie im ersten Halbjahr 2025 mit 2.482. Der Geldumsatz sank dagegen von rund 911 auf rund 844 Millionen Euro. Klara Töpfer, Vorsitzende des Gutachterausschusses und Leiterin des Amtes für Geodaten und Kataster, führt das vor allem darauf zurück, dass große gewerbliche Verkäufe fehlten, wie es sie ein Jahr zuvor noch gab. Allein bei den bebauten Grundstücken fiel der Umsatz deshalb um 15 Prozent.

Balkendiagramm „Verteilung der Kaufverträge“ in Dresden von 2017 bis 2026. Es vergleicht den Geldumsatz in Millionen Euro (gelb) und die Anzahl der Verträge (grau), unterteilt nach 1. und 2. Halbjahr. Für das 1. Halbjahr 2026 zeigt die Statistik 819,9 Mio. Euro Umsatz.
Stabile Fallzahlen, aber spürbarer Umsatzrückgang: Das Diagramm des Gutachterausschusses verdeutlicht die Entwicklung des Dresdner Immobilienmarktes seit 2017. Im 1. Halbjahr 2026 sank der Geldumsatz trotz hoher Preislagen auf 844 Mio. Euro. Quelle: Geschäftsstelle Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden

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Häuser: teils teurer, teils günstiger

Bei den Häusern lief die Entwicklung auseinander. Für ein freistehendes Einfamilienhaus zahlten Käufer im Mittel 3.535 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, etwa drei Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025. Je nach Zustand und Lage reichte die Spanne von 855 bis 6.670 Euro. Doppelhaushälften legten um rund vier Prozent zu, Reihenendhäuser sogar um rund 28 Prozent auf 4.340 Euro. Reihenmittelhäuser wurden dagegen etwa 13 Prozent günstiger. Bei diesen Haustypen wurden allerdings nur 13 bis 23 Objekte gehandelt, schon einzelne teure oder billige Verkäufe verschieben den Schnitt deutlich.

Eigentumswohnungen bleiben teuer

Beim Wohnungseigentum blieb der Markt stabil. 1.814 Kaufverträge zählte der Ausschuss, etwa so viele wie im Vorjahr, drei Viertel davon Weiterverkäufe. Für eine neu errichtete Wohnung im Erstverkauf blieb der mittlere Preis mit rund 6.255 Euro pro Quadratmeter praktisch unverändert hoch. Im Weiterverkauf kostete der Quadratmeter im Schnitt rund 2.660 Euro, etwa drei Prozent mehr als ein halbes Jahr zuvor. Fast versiegt ist ein Teilmarkt: sanierte Altbauwohnungen, die erstmals in Eigentum umgewandelt und verkauft werden. Weil kaum noch unsanierte Geschossbauten übrig sind, kamen nur fünf solcher Verträge zustande.

Bauland bleibt knapp

Baugrundstücke sind weiter Mangelware. Nur 44 Kaufverträge wurden registriert, nach 57 im Vorjahreshalbjahr. Ein Grundstück für ein freistehendes Einfamilienhaus kostete im Mittel 295 Euro pro Quadratmeter, 18 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025. Wegen der wenigen Fälle lässt sich daraus aber keine klare Preistendenz ableiten.

Insgesamt spricht der Gutachterausschuss von einem ruhigen Halbjahr mit weitgehend stabilen Preisen. Den vollständigen Bericht gibt es kostenlos unter www.dresden.de/gutachterausschuss, der nächste Marktbericht folgt 2027.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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