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Wenn ein Wohnblock zur Galerie wird: House of Colors eröffnet in der Johannstadt

Wenn ein Wohnblock zur Galerie wird: House of Colors eröffnet in der Johannstadt
Großer Andrang zur offiziellen Eröffnung des House of Colors. Bereits am 29. Juli hatte es eine kleinere Pre-Opening Party gegeben
Von: Juliane
Zwei leere Wohnhäuser, Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, dazu so viel Zulauf dass sich an den Eingängen teilweise lange Schlangen bildeten.

Am Samstag hat das House of Colors in der Nicolaistraße 18 und 20 seine Türen geöffnet und die Johannstadt wurde für ein paar Stunden zum Treffpunkt für Streetart Fans.

Zwei Galerien auf Zeit

Die Idee dahinter: Zwei leerstehende Häuser, die sowieso bald abgerissen werden, bekommen vorher noch ein zweites Leben. Die WG Aufbau Dresden eG hat die Gebäude bis zum geplanten Abriss Ende des Jahres zur Zwischennutzung freigegeben. Wer Lust hatte mitzumachen, konnte sich über einen offenen Aufruf mit eigenen Ideen bewerben – das Ergebnis ist ein Haus voller Kunst.

Gearbeitet wurde bis zur letzten Minute. Erst kurz vor der Eröffnung konnte das Gerüst an der Fassade des House of Colors entfernt werden
Gearbeitet wurde bis zur letzten Minute. Erst kurz vor der Eröffnung konnte das Gerüst an der Fassade des House of Colors entfernt werden (Foto: JVO)

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Kunst aus aller Welt – und zum Mitmachen

70 Street-Art- und Graffiti-Künstlerinnen und -Künstler haben den Wohnblock innen und außen gestaltet. Sie kommen aus Dresden, Hamburg und Leipzig, aber auch aus Finnland, dem Iran, den USA oder Mexiko.

Wer nicht nur konsumieren will, kann in einem Mitmach-Raum kreativ werden. Malwerkzeuge liegen bereit, Besucherinnen und Besucher können sich frei verewigen – ein kleines Andenken, das im Haus bleibt, bis auch dieser Raum am Ende des Jahres verschwindet. Außerdem befinden sich in mehreren Räumen Ausstellungen zur Entwicklung der lokalen Hip Hop Szene.

Der Andrang zur Eröffnung war riesig

Besucherinnen und Besucher aller Altersklassen kamen zur Eröffnung, bunt gemischt und quer durch alle Milieus. Sonst eher untypisch für diese Kunstform: Auffällig viele Best Ager streiften durch die Häuser.

Wer alles in Ruhe anschauen wollte, hatte angesichts des Andrangs allerdings kaum eine Chance. Halb so wild: Bis zum Abriss wird in den Häusern weitergearbeitet, und es sind regelmäßige Öffnungstage geplant. Ein zweiter, entspannterer Besuch lohnt sich also.

Auch für alte Nachbarn ist das Ganze etwas Besonderes: Wer früher in der Nicolaistraße 18 oder 20 gewohnt hat, kann die eigene alte Wohnung jetzt nochmal besuchen – komplett umgestaltet und für ihre letzten Monate zur Kunstfläche geworden.

Wer steckt hinter dem House of Colors?

Organisiert hat das Ganze das House of Urban Culture (HOUC). Der Kulturträger bündelt und fördert in Dresden alles, was zur HipHop-Kultur gehört: Breakdance, Graffiti und Street Art, Rap, Beatboxen, Musikproduktion, DJing. Schwerpunkt der Arbeit ist kulturelle Bildung, mit besonderem Fokus auf Jugendkultur, Integration und Inklusion.

Juliane
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Juliane

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