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Großeinsatz in Klotzsche: Schuppenbrand am Flughafen löst Asbest-Alarm aus

Fünf Feuerwehrleute in sandfarbener Einsatzkleidung und Helmen stehen in einer Gruppe zusammen und besprechen den Einsatz. Einer trägt eine Weste mit der Aufschrift „Abschnittsleiter C-1“, ein anderer die Kennzeichnung „Gruppenführer STF Klotzsche“. Im Vordergrund ist das Heck eines roten Löschfahrz
Einsatz unter erschwerten Bedingungen: Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Stadtteilfeuerwehr (STF) Klotzsche besprechen am Steinacker das weitere Vorgehen. Trotz der Gefahr durch mögliches Asbest-Material und extremer Hitze konnten 31 Feuerwehrleute den Vollbrand des Schuppens unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen auf den Wald verhindern. Foto: Feuerwehr Dresden/Roland Halkasch
Von: Dresden News

Dresden. Ein weithin sichtbares Flammenmeer hielt am Dienstagvormittag die Dresdner Einsatzkräfte in Atem. Im Stadtteil Klotzsche, in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, stand ein Schuppen in Vollbrand. Nur durch einen massiven Einsatz von 31 Feuerwehrleuten konnte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Waldflächen verhindert werden – doch der Einsatz barg für die Retter unerwartete Gefahren.

Rauchsäule über Dresden: Feuerwehr kämpft gegen Flammen am Steinacker

Gegen 10:55 Uhr gingen am Dienstag die ersten Notrufe bei der Dresdner Feuerwehr ein. Am Steinacker in Klotzsche war ein rund 24 Quadratmeter großer Schuppen in Brand geraten. Bereits während der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte aus der Albertstadt und Klotzsche eine dichte, schwarze Rauchsäule über dem Dresdner Norden aufsteigen sehen.

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Vollbrand und Waldbrandgefahr

Beim Eintreffen der ersten Wagen bot sich ein dramatisches Bild: Das Gebäude stand bereits vollständig in Flammen. Das Feuer hatte bereits auf ein benachbartes Gebäude übergegriffen und drohte, die trockene Vegetation sowie nahegelegene Waldflächen zu entzünden. Insgesamt 31 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr nahmen den Kampf gegen die Flammen auf und konnten den Brand gegen 11:40 Uhr unter Kontrolle bringen.

Gefahr durch Asbest und Hitze

Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch schwierig und gefährlich. Beim Freilegen von Dachplatten stießen die Fachleute auf mögliches Asbest-Material. Umgehend wurden Dekontaminationsmaßnahmen für die Einsatzkräfte und deren Ausrüstung eingeleitet; zudem wurde das Umweltamt informiert. Ein Feuerwehrmann musste unter Atemschutz aufgrund von Kreislaufproblemen medizinisch versorgt werden, konnte den Ort aber später wohlauf verlassen.

Keine Auswirkungen auf den Flugverkehr

Trotz der massiven Rauchentwicklung in Sichtweite der Start- und Landebahnen blieb der Betrieb am Flughafen Dresden unbeeinträchtigt. Wie die Deutsche Flugsicherung bestätigte, kam es zu keinen Behinderungen im Flugplan.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache aufgenommen. Der entstandene Sachschaden ist derzeit noch nicht beziffert. 

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