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Tanz in den Mai: Warum ihr diesen Feiertag anders verbringen solltet

InPresence Dance Company beim "Tanz in den Mai" 2025
InPresence Dance Company beim "Tanz in den Mai" 2025 (Foto: Gabriel Moreno Fotografie)
Von: Carla Coolumna
Es gibt Kulturveranstaltungen, bei denen man sich vorher denkt: Ist das was für mich? Was zieht man dafür an? Und was, wenn die Kinder nach zehn Minuten quengeln? Beim „Tanz in den Mai“ in Dresden erübrigt sich das.

In geführten Gruppen spaziert ihr etwa zwei Stunden durch die Gartenstadt Hellerau, begleitet von einem Guide. An verschiedenen Stationen wartet jeweils eine andere sächsische Tanzgruppe mit einem eigenen Stil. Danach klingt der Tag im Kulturgarten des Festspielhaus Hellerau aus.

Die Reise durch die Tanzvielfalt im Freistaat ist damit eines der familienfreundlichsten Kulturformate, das ich kenne. Und das nicht, weil es gezielt auf Kinder ausgerichtet ist, sondern weil der Spaziergang selbst so flexibel angelegt ist. Für Familien mit jüngeren Kindern ist das ideal. Es entsteht automatisch Bewegung, Kinder können mit dem Laufrad mitkommen oder sich auch mal kurz lösen, ohne dass man den Anschluss verliert.

Meine Erfahrung: Die Sorge, dass Kinder nicht lange aufmerksam bleiben, relativiert sich schnell. Durch die wechselnden Orte und Eindrücke bleiben sie oft deutlich länger dabei, als man erwarten würde.

Und auch ohne Kinder funktioniert das Format gut. Gerade für alle, die Hemmungen haben, sich einfach in eine klassische Tanzveranstaltung zu setzen. Man kann sich unverbindlich herantasten und herausfinden, ob und was einen anspricht.

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Wer ist dabei?

Die sächsische Tanzszene ist bunter, als viele ahnen. Beim „Tanz in den Mai“ bekommt ihr an einem einzigen Nachmittag einen echten Querschnitt davon:

InPresence Dance Company — Gründerin Luise Knofe ist Choreografin, Produzentin und Tänzerin in einem. Ihre Company verbindet Hip Hop und Contemporary Fusion mit urbanen und kommerziellen Einflüssen.

Gems Crew — Queere Tanzcrew, vereint durch Hip-Hop, Breaking, House und Waacking — und durch die feste Überzeugung, dass Tanzräume für alle offen sein sollten. 

4roomsCompany — Seit 2021 bringt diese Company zeitgenössischen Tanz dorthin, wo er nicht erwartet wird. Der Anspruch dabei: nicht Tanz für ein Publikum zeigen, sondern Tanz mit einem Publikum erleben.

remix — Vier Dresdnerinnen, ein Stil: K-Pop. Was wie ein Trend klingt, ist eine ernstzunehmende Tanztradition mit Hip-Hop-Wurzeln und einer weltweiten Community. 

Lotte Jirka & Janosch Horn — Verspielt, fragend, verbunden und unperfekt. Contact Improvisation fragt, wie und wo zwei Menschen aufeinandertreffen. Unwissend, aber nicht unbewusst. 

Bailamos e.V. — Zwei Menschen, eine Umarmung, keine Choreografie. Das ist Tango Argentino. Kein Tanzstil erzählt so viel mit so wenig. 

B.O.P. — Caroline Beach, Casey Ouzounis und Josef Panda haben sich in der Dresdner Kunst- und Kulturszene kennengelernt. Nun bündeln sie in ihrer ersten gemeinsamen Performance Einflüsse aus Tanz, Popmusik, Bildender Kunst und Performance mit einem spürbaren Hang zum Absurden.

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Kuratiert wird das Ganze von der go plastic company — einem freien Dresdner Kollektiv. Der „Tanz in den Mai“ ist gleichzeitig Auftakt zum go plastic STUDIO LAB, das direkt in der Woche danach (2.–9. Mai) stattfindet. Tanzbegeisterte erwartet eine intensive Woche mit Workshops, Trainings und offenen Proben.

📍 Festspielhaus Hellerau, Dresden

🗓 Freitag, 1. Mai 2026

🕙 16:00 Uhr (ca. 2 Stunden)

💸 Eintritt frei

Carla Coolumna
Artikel von

Carla Coolumna

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