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Faustschlag ohne Grund: Wie ein privater Polizist die Flucht eines Schlägers stoppte

Faustschlag ohne Grund: Wie ein privater Polizist die Flucht eines Schlägers stoppte
Symbolbild Faustschlag / wirestock on Magnific
Von: Cornelius de Haas
Ein Faustschlag im Regionalexpress, ein flüchtender Täter – und ein Mann, der eigentlich längst Feierabend hatte. Dass der Schläger trotzdem nicht entkam, verdankt er einem unglücklichen Zufall: Er floh ausgerechnet an einem Bundespolizisten vorbei.

Dresden/Coswig. Mittwochabend, kurz nach 17 Uhr, Regionalexpress Dresden–Coswig: Ohne erkennbaren Anlass schlägt ein 35-Jähriger einem Mitreisenden mit der Faust ins Gesicht und beleidigt ihn. Ein couragierter Zeuge springt dazwischen und trennt die beiden. Der Triebfahrzeugführer alarmiert sofort die Bundespolizei.

Als der Zug in Coswig hält, versucht der 35-Jährige zu verschwinden - doch er hat Pech. Auf dem Bahnsteig ist zufällig ein Beamter der Bundespolizeiinspektion Dresden unterwegs, privat, auf dem Weg nach Hause. Der Polizist beobachtet die Flucht, handelt sofort und hält den Mann gemeinsam mit dem Zugbegleiter fest, bis die alarmierten Kollegen eintreffen.

Was die Überprüfung dann ans Licht bringt, macht den Fall unglaublicher: Der Beschuldigte ist polizeilich kein Unbekannter und besitzt zudem ein laufendes Hausverbot der Deutschen Bahn für den gesamten mitteldeutschen Raum - war also schon unerlaubt im Zug. Beim Atemalkoholtest bläst er positiv. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs.

Cornelius de Haas
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